Ravensbrück und Sachsenhausen

Es ist zu einer guten Tradition der Gesamtschule Talsand geworden. Das Gedenken an die Opfer des Faschismus. Darunter viele Jugendliche, die nur einfach anders dachten als die Faschisten und ihre gedankenlosen Mitläufer und sich nicht gerne anpassen wollten. Die ihren Eltern und Lehrern widersprachen, nachts um die Häuser zogen und Musik hörten, die den Erwachsenen nicht gefiel. IMG_6681Erschüttert mussten unsere Schüler feststellen, welche fürchterlichen, sadistischen Verbrechen im Namen des deutschen Volkes verübt wurden. Von Leuten, die den deutschen Namen auf das Schlimmste geschändet haben, den Nazis. Kein guter Deutscher kann, will und wird sich damit identifizieren. Das Grauen lebt aber weiter.Ein Vertreter der Nachfolgepartei wurde in das Schwedter Stadtparlament gewählt. Er und seine Wähler sollten unbedingt eine Reise nach Ravensbrück und Sachsenhausen antreten.

Talsand wählt die Lesesuperstars

Die Pflege der Lesekultur ist an unserer Schule eine jährliche Tradition.
Fünfzig Schüler der Jahrgänge 7,8,11,12,13 stellten sich mutig der Herausforderung, vor einer knallharten Jury zu bestehen. Einstudierte und unbekannte Texte wurden mit Eifer, Können und Spaß vorgetragen oder szenisch inszeniert.
Heraus kamen Leistungen auf hohem Niveau mit blendendem Unterhaltungswert. Besonders eindrucksvoll: der gespielte Amoklauf der Patricia Hübner.
Die besten Leistungen wurden mit Büchergeschenken und Gutscheinen prämiert.
Der Literaturwettbewerb der Klassen 9 und 10 wird übrigens von Schülerinnen der 12. Klasse neu konzipiert und organisiert. Man darf gespannt sein.

Partytime

Unsere Schule wird 20! Da ist der Popo noch knackig statt ehrwürdig. Grund zum Feiern. Die Geburtstagsfete läuft am 18.Juni 2012 auf dem Schulhof. Was geht ab? Ergometer, Boxring, Nonsenswettbewerbe, Schulquizz, Fitness, Hiphop, Torwandschießen, Theater und vieles mehr. Das DRK, der Külz-Klub und der Karthaus-Klub sind mit Aktionen vor Ort. Es gibt zu essen und zu trinken, Preise und Geschenke. Es geht um 9.00 Uhr los. Nehmt euch an dem Vormittag nichts vor und feiert mit.
T. Pieper

Uprzedzenia. Die Mauer muss weg! Theater gegen Vorurteile

Einen beeindruckenden Auftritt legte der Theaterkurs von Ingrid Fuhrmann mit polnischen und deutschen Schülern am Mittwoch während des 17. Schultheaterfestes hin. Der Kurs hatte ein Stück entwickelt, das sich mit der Überwindung von Vorurteilen, Minderwertigkeits- oder Überheblichkeitskomplexen auf beiden Seiten der Oder beschäftigt. Ein rasantes Spiel mit beeindruckenden Bildern, satirisch komischen, aber auch sehr ernsten Momenten. Die Schüler auf der Bühne und die Ton- und Lichtgestalter im Hintergrund waren einfach klasse.
Thomas Pieper

Ministerbesuch an unserer Schule

Am Mittwoch, den 17.3. 2010, konnten wir an unserer Schule hohen Besuch empfangen.  Die Zusammenarbeit im grenznahen Raum zwischen der Wojewodschaft Zachodnipomorskie und dem Land Brandenburg unter dem Aspekt des Lehreraustausches,  stand an diesem Nachmittag zur Diskussion. Als Gäste hatten sich unter anderem der Vizemarschall Witold Jablonski und der Minister für Bildung des Landes Holger Rupprecht angemeldet. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Zimmermann stellten Frau Duszak und Herr Dr. Bieligk in Redebeiträgen und einem Film dar, wie sich die Unterrichtsarbeit an unseren beiden Schulen (Gesamtschule Talsand – Lyzeum Gryfino) gestaltet.Es wurde  die Frage diskutiert, wie es beiden Seiten noch besser gelingen kann, noch immer bestehende Vorurteile abzubauen. Beide Seiten schätzten ein, dass man auf diesem schwierigen Weg gut vorangekommen sei. An der Talsandschule lernen zum Beispiel gegenwärtig 179 Schüler die polnisch Sprache. Auch am Lyzeum in Gryfino bestehen bilinguale Klassen, die die deutsche Sprache erlernen. Auch unsere „Fünf Engel für Talsand“ gehören dazu – zwei von ihnen waren an diesem Nachmittag ebenfalls zu Gast an unserer Schule. Hauptergebnis des Nachmittags: Unser bilaterales Unterrichtsprojekt wird weitergeführt in den nächsten Jahren – mit mehr Mitteln von beiden Seiten! Auch unsere „Engel“ haben also eine Zukunft an unserer Schule – könnten ihr deutsches Abitur machen, was ihnen in der Europäischen Union gute berufliche Chancen eröffnen würde.

Dr. Wolfgang Bieligk

Teuflisches Vergnügen für unsere Engel

Heute war es endlich so weit! Lange angekündigt, besuchten wir heute die Vorstellung „Faust I.“ an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Zuvor hatten unsere Engel das Stück im Deutschunterricht behandelt und Passagen in polnischer und deutscher Sprache gelesen, so dass die Verständlichkeit während der Aufführung gewährleistet war. Insgesamt kam das Stück bei unseren zukünftigen fünf Schülerinnen gut an – auch Frau Ramm, Frau Hermann und Herr Dr. Bieligk als begleitende Lehrer waren sehr angetan vonder schauspielerischen Leistung des Ensembles. Besonders beeindruckten das Agieren Mephistos in dreifacher Gestalt und die Darstellung des Faust. Der Beifall am Ende der Vorstellung war verdienter Lohn für unsere Schauspieler.
Im Anschluss gab es dann noch die traditionelle „Auswertung“ des Stückes im Cafe Kaul bei einer Tasse Schokolade. Nicht ganz leicht fiel auch der Abschied von Frau Hermann, die ihr Praktikum mit dem heutigen Tag beendet und wieder zum Studium nach Greifswald zurückkehrt. Unsere fünf „Engel“ hoffen, dass sie dieses bald abschließen wird, um dann als „richtige Lehrerin“ vielleicht auch sie an der Gesamtschule Talsand zu unterrichten.
Unsere Erwartungen erfüllten sich insgesamt – das Stück und auch die Atmosphäre an unserer Bühne sind toll – so die Meinung unserer Fünf.
Ein sehr anspruchsvolles Stück, deren Kenntnis für die kommenden Jahre des Abiturs von Nutzen sein werden!
Wiederum eine besondere Art des Unterrichtes an diesem Freitag, der allen viel Freude bereitet hat.

Dr. W. Bieligk