Ausstellungseröffnung im Jüdischen Museum in Schwedt/Oder am 24.06.2026

Zur Präsentation der Ergebnisse des deutsch-polnischen Workshops „Familiengeschichten“ im Jüdischen Museum Schwedt/Oder trafen sich die AG Schule mit Courage der Gesamtschule Talsand, Teilnehmende des Projektes mit ihren Lehrkräften aus Schwedt und Chojna sowie interessierte Bürger und Bürgerinnen der Stadt Schwedt zu einem gemütlichen Beisammensein. Die Teilnehmenden der Gesamtschule Talsand und der Schule aus Chojna haben ihre Tagebücher als selbstgestaltete Leporellos vorgestellt. Zu sehen sind interessante Einblicke und kreative Umsetzungen, die die persönlichen Familiengeschichten, die Geschichten der Orte Schwedt und Chojna und das gemeinsame Arbeiten im Workshop lebendig werden lassen.

Die Ausstellung „In Echt?“ konnte danach ebenfalls von den Besuchern erkundet werden.

Dank des unermüdlichen Übersetzers konnten die Beiträge in deutscher, wie in polnischer Sprache von allen verstanden werden!

Danach kamen wir unter dem Wallnussbaum gemütllich zu Gesprächen zusammen. Der leckere Imbiss versüßte zusätzlich den Gaumen.

Wir bedanken uns für die viele Mühe, die von Seiten der Museumsmitarbeiterinnen in dieses Projekt und die Ausstellungseröffnung hineingegeben wurde, die gute Zusammenarbeit mit der Schule aus Chojna und hoffen auf weitere Begegnungen an diesem schönen Ort!

Schade, dass nicht alle an diesem Tag Zeit für die Ausstellungseröffnung hatten, die bei der Erstellung der Leporellos dabei waren!

In Echt? Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen

Im Rahmen des LER-Unterrichts (Lernen – Erinnern – Reflektieren) besuchten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9.3 am 11.06.2026 mit Frau Diller das Jüdische Museum Schwedt an der Oder, um die Sonderausstellung „In Echt?“ zu erkunden.

Die Ausstellung, die sich mit den Themen Erinnerungskultur, Medienkompetenz, Holocaust und Zukunft auseinandersetzt, bot eine intensive und interaktive Auseinandersetzung mit historischen und gesellschaftlichen Fragen.

Ablauf und Arbeitsweise

Die Klasse arbeitete in kleinen Gruppen und durchlief sieben Stationen, die speziell für die Ausstellung konzipiert waren. Jede Station forderte die Schüler und Schülerinnen auf, sich kritisch mit verschiedenen Aspekten der Erinnerungskultur und der Rolle von Medien auseinanderzusetzen. Dabei standen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:

Erinnerungskultur: Wie wird an die Opfer des Holocaust erinnert, und welche Bedeutung hat dies für die Gegenwart?

Medienkompetenz: Wie können Medien genutzt werden, um historische Ereignisse zu vermitteln – und wo liegen die Grenzen?

Holocaust: Eine Auseinandersetzung mit den historischen Fakten und der Bedeutung für die heutige Gesellschaft.

Zukunft: Wie kann Erinnerungskultur in einer digitalen Welt gestaltet werden?

Die Stationen waren abwechslungsreich gestaltet und umfassten Texte, Bilder, Volumetrische Aufnahmen, Audio- und Videomaterialien sowie Bücher. Die Schüler und Schülerinnen wurden angeregt, sich aktiv einzubringen, Fragen zu stellen und eigene Gedanken zu entwickeln.

Reflexion und Ergebnisse

Am Ende der Ausstellung kamen alle Gruppen zusammen, um ihre Erkenntnisse und Eindrücke auszutauschen. Besonders beeindruckend war, wie die Ausstellung es schaffte, historische Themen mit aktuellen Bezügen zu verknüpfen. Die Schüler und Schülerinnen zeigten sich nachdenklich und engagiert, insbesondere bei der Diskussion darüber, wie Erinnerungskultur in einer sich wandelnden Medienlandschaft lebendig gehalten werden kann und welchen ökologischen Fußabdruck dies hinterläßt.

Fazit

Der Besuch der Ausstellung „in Echt?“ war eine bereichernde Erfahrung, die den Schülern und Schülerinnen nicht nur historisches Wissen vermittelte, sondern auch ihre kritische Denkfähigkeit und Medienkompetenz stärkte.

Ein großer Dank gilt dem Jüdischen Museum Schwedt an der Oder für die hervorragende Betreuung und die anregende Gestaltung der Ausstellung. Immer wieder eine sehr gelungene Zusammenarbeit mit diesem außerschulischen Lernpartner! Solche Projekte zeigen, wie wichtig es ist, sich auch heute noch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen – um eine verantwortungsvolle Zukunft zu gestalten. Der schlöne Ort wird den Schülern in positiver Erinnerung bleiben.

Wir empfehlen die Ausstellung gerne weiter und wünschen ihr viele Besucher.