Deutsch-polnischer Workshop an der Ostsee

Vom 26.09. bis zum 28.09.2018 nahmen 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 unserer Schule an einem deutsch-polnischen Workshop an der polnischen Ostsee in Miedzywodzie teil. Es handelte sich hierbei um ein Treffen mit der Schule „Zespół Szkół Ogólnokształcących“ aus Gryfino. Auf die insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler wartete ein vielfältiges und interessantes Programm rund um das Thema „Gesunder Lebensstil“. Durchgeführt wurden sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Besuch im Schwimmbad, ein Volleyballturnier, die Nutzung des Trampolins, usw. Neben der Vollverpflegung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Gerichte (Obstsalat, Sandwiches, Gemüsespieße und Cocktails) unter kompetenter Anleitung zuzubereiten. So lernten sie die Grundlagen einer gesunden Ernährungsweise kennen. Aber auch die Arbeit in Teams war ein wichtiger Bestandteil. Somit konnten die deutschen und polnischen Jugendlichen ihre Fremdsprachenkenntnisse auf die Probe stellen. Die Integration beider Schulen wurde ebenfalls beim allabendlichen Lagerfeuer gefördert.
Zum gesunden Lebensstil gehört bekanntlich auch die Bewegung an der freien Luft. Lange Spaziergänge an der Ostsee oder durch den Wald standen auf dem Programm. Natürlich durfte ein Besuch des Wolliner Museums und des Nationalparks nicht fehlen, wo die Schülergruppe einheimische Tiere, wie z.B. den europäischen Bison, beobachten konnten.
Abgerundet wurde das tolle Programm durch einen aufschlussreichen Erste-Hilfe-Kurs. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler die Wiederbelebung an Puppen und den Umgang mit dem Defibrillator kennen. Jedem wurde deutlich vor Augen geführt, dass lebensrettende Maßnahmen von hoher Wichtigkeit und von jedem durchführbar sind.
Auf diesem Weg möchten wir uns recht herzlich bei den Verantwortlichen der Gryfiner Schule bedanken, die diese spannenden und erlebnisreichen Tage organisiert haben. Unser Dank gilt natürlich auch dem europäischen Kooperationsprogramm „Interreg VA Mecklenburg Vorpommern/Brandenburg/Polen“. Durch ihre finanzielle Unterstützung konnte dieses internationale Zusammentreffen erst ermöglicht werden.
J. Szafran, D.Lorek

Projekt Segelzentrum

Unsere Schule nahm an einem gemeinsamen Projekt mit einem polnischen Gymnasium aus Stettin-Zdroje teil. Am 14. Juni 2018 fuhren wir, Schüler aus dem Polnischkurs der Jahrgänge 8. und 9., nach Stettin und besuchten dort das Segelzentrum. Die polnischen Schüler, die in Polen Deutsch lernen und wir verbrachten miteinander aktiv die Zeit und vertieften unsere Fremdsprachenkenntnisse. Wir fuhren dort gemeinsam Boote und Kanus und aßen zusammen zu Mittag. Das Wetter war perfekt für Kanufahren und wir hatten viel Spaß, leider verging der Tag zu schnell. Deswegen wollen wir das Projekt im September fortsetzen und uns noch einmal in Stettin treffen.
P. Kurlapska

Schüler machen Animationsfilme

20160609Am 6.06. wurde in unserer Schule ein Projekt zum Thema „Animationsfilme” angeboten. Dieser Workshop wurde von einer berühmten polnischen  Animationsfilmerin Izabela Plucińska durchgeführt.  Sie zeigte 12 Schülern aus der 7. Klasse, wie man aus Knete Geschichten zaubern kann. Frau Plucińska erklärte nur kurz die Drehtechnik und die Schüler konnten gleich anfangen, mit der Knetmasse zu spielen.  Die Begeisterung für diese Art der Kunst war groß. Die Schüler arbeiteten sehr fleißig und so entstanden ihre Figuren, die das deutsch- polnische Miteinandersein darstellen sollten. Einige Schüler waren dabei sehr kreativ und stellten ihre Vision dar, die das Thema weit überschritt. So sind die Kinder, und die Regisseurin wollte ihnen bei der Arbeit  keine Grenzen setzen. Das Endergebnis beeindruckte sie aber tiefst. Sie erzählte, dass sie zum ersten Mal mit Kindern so schnell, einen professionellen Animationsfilm drehte.

Der Film, der entstanden ist, dauert nur 22 Sekunden. Pro Filmsekunde wurden aber 24 Bilder gemacht, das heißt, dass die Schüler ihre Figuren 528 mal bewegten, damit wir auf dem Bildschirm eine Geschichte sehen können. Das war keine leichte Arbeit, deswegen bedanke ich mich bei allen, die an diesem Projekt teilgenommen haben.

Katarzyna Kubacha

Eine deutsch – polnische Polonaise

Der diesjährige deutsch – polnische Hunderttageball fand am 21. Januar 2011 im Schloss der pommerschen Herzöge in Stettin statt. Die deutsch – polnische Zusammenarbeit zwischen dem Omieczyński Lyzeum Nr. 1 in Gryfino und der Gesamtschule Talsand in Schwedt wurde von 89 Personen gefeiert. Die erhebende Atmosphäre des Balls unterstreicht ein seit 18 Jahren laufendes Integrationsprojekt.
Wunderschöne Kleider und rote Strumpfbänder auf den Oberschenkeln waren bei jedem Mädchen zu sehen. Die Männer in Anzügen, die die Fräuleins am Arm geleiteten, sahen wie Adlige aus dem 18. Jahrhundert aus. Das über 600 Jahre alte Stettiner Schloss der pommerschen Herzöge begrüßte mit vollem Pomp die Lehrer und Schüler des Lyzeums von Gryfino und der Gesamtschule Talsand aus Schwedt. Der Ball begann um 20 Uhr und als erstes wurden alle Lehrer und Lehrerinnen (11) und Schüler und Schülerinnen mit ihren Partnern (78) begrüßt. Der Hunderttageball hat eine sehr wichtige Bedeutung in der polnischen Tradition und einen speziellen Charakter – vor den Schülern stehen 100 Tage bis zu den vorerst wichtigsten Prüfungen in ihrem Leben – dem Abitur. Drei Jahre lang haben die polnischen Schüler mit ihren deutschen Partnern hart gearbeitet. Die deutsch – polnische Zusammenarbeit, die es den polnischen Schülern ermöglichte, die deutsche Schule zu besuchen, wurde im Jahre 1993 zwischen den Schulen aus Gartz und Gryfino initiiert. Im Januar 1995 fand der erste Hunderttageball der Gartzer Schule statt. Das Schicksal wollte es, dass auch die vorerst letzte Polonaise von den Schülern im Schloss abgetanzt wurde. Zurzeit lernen in den beiden folgenden Jahrgängen nur wenige polnische Schüler, so dass sich der Aufwand für ein so riesiges Fest nicht lohnen würde.
„Ich wollte schon immer die Polonaise mitmachen“ – sagte der Rektor der Gesamtschule Talsand Hartmut Zimmermann. „Ich freue mich, dass ich sie heute zum ersten Mal getanzt habe“. Der Rektor der Gesamtschule Talsand sagte in seiner kurzen Rede, dass er es bedauert, dass es gegenwärtig so wenige Interessenten in Polen gibt, die in Deutschland das Abitur ablegen wollen. „Ich hoffe aber, dass sich dieses Phänomen in den nächsten Jahren ändern und dass sich die inzwischen fest verwurzelte Zusammenarbeit weiter entwickeln wird“. Der Rektor schnitt um Mitternacht die Torte an, auf der die Aufschrift stand: „Die letzte Polonaise“. Der polnische Direktor sagte, dass er froh sei, dass die Deutschen und die Polen zusammen feiern. Er teilte aber auch mit, dass er sehr betrübt sei, dass zukünftig so wenige Polen an dem Projekt teilnehmen wollen und er versprach, dass sich die beiden Schulen bemühen werden, neue zukünftige Abiturienten zu finden. Die Schüler haben den Abend mit einem Kabarett, das von dem Leben der Schüler erzählt, die kurz vor dem Abi stehen, und mit einem Quiz bereichert. Einen besonderen Dank an die Tutoren und Lehrer – die Schüler überreichten Blumen als einen Ausdruck ihrer Dankbarkeit für die gemeinsame dreijährige Reise und trugen die selbst geschriebenen Gedichte über sie vor, die mit vollem Enthusiasmus angenommen wurden. Ein Glas Sekt bei dem zeitlosen Song „We are the champions“ von Queen und ein Walzer, getanzt vom Rektor der Talsandschule und der Polnischlehrerin Frau Kubacha eröffneten die Party und verdeutlichten die deutsch – polnische Integration. „Ich fand den Ball total schön, vor allem dass wir uns gegenseitig von der anderen, nichtschulischen Seite kennen lernen konnten. Gemeinsames Tanzen und die polnischen Traditionen sind für mich neu, aber die gefallen mir“ – sagte Linda Zeiske, eine der Teilnehmerinnen des Abends. Der polnische Aberglaube war für die meisten Deutschen nicht nur neu, sondern auch verwirrend. Die Polen glauben, dass nach dem Hunderttageball sich keiner mehr die Haare schneiden lassen sollte. Auch Tanzen ohne Schuhen kann Pech während der Abiturprüfungen bringen. Das rote Strumpfband sollte sich bei Mädels auf dem linken Oberschenkel befinden, auf der Seite des Herzens, damit sie kein Pech haben. Der alte Aberglauben besagt, dass wenn man absichtlich die Schritte bei der Polonaise verwechselt, viel Glück beim Abitur hat. Die Männer sollten ihre Lieblingskrawatte erst wieder zu Abiturprüfungen umbinden. Natürlich befördern diese Vorgänge keine guten Resultate, wenn man sich an die Examen erst eine Nacht vorher erinnert und hofft, dass die roten Slips Glück bringen. Der Hunderttageball, der genau 100 Tage vor der ersten Abiturprüfung am 3. Mai stattfand, war ein Ball, der zeigte, dass die historischen Grenzen zwischen den beiden an der Oder gelegten Nationen durch gemeinsames Kennenlernen zu überwinden sind. Obwohl der Ball unter dem Motto „Die letzte Polonaise“ stand, bleibt uns die Hoffnung, dass dieses Projekt noch in der nahen Zukunft wieder neue Impulse und Teilnehmer erhalten wird.
Lukas Pawlowski
Schüler der Gesamtschule Talsand Schwedt Jahrgang 13

Vokatium Oderregion 2010

Im toll restaurierten Schloss der pommerschen Herzöge in Stettin fand Ende September erstmals eine Messe für Ausbildung und Studium statt, deren Zielgruppe sowohl deutsche als auch polnische Jugendliche waren.
Auch unsere Schule gehörte zu den Ausstellern. In zahlreichen Gesprächen wurde unsere Einrichtung und besonders das deutsch-polnische Schulprojekt vorgestellt. Ob dadurch künftig wieder mehr Schülerinnen und Schüler aus unserem Nachbarland den Weg in unser Projekt finden wird sich zeigen.

H. Zimmermann

„Uprzedzenia – Vorurteile“ – Theater an der Talsandschule

„Polen klauen. Woher weiß man das? Ah, das weiß doch jeder!“ Keine Argumente, warum es so ist, aber die Vorurteile stecken in jedem von uns. Es ist immer schwer, sie zu überwinden, aber die Gruppe des Darstellenden Spiels von Ingrid Fuhrmann hat diese Aufgabe geschafft. Fast ein Jahr brauchten sie, um das Stück vorzubereiten.

Freitag konnten wir es genießen!  Unsere Ladys aus Gryfino und eine Delegation von Lehrern aus dem Bundesland Hessen nahmen an dieser Sonderaufführung teil – und waren begeistert! Unsere Schüler boten ein vierzigminütiges Stück,  das außer den grenzregionalen Problemen auch die Stereotypen anderer Menschen zeigt, wie zum Beispiel den sich selbst liebenden zögernden Moderator (Lukasz Pawlowski), den immer für deutsche Wertarbeit und Gründlichkeit stehenden und von der Mutter Angst habenden deutschen Nazi und die auf ihr Land meckernden Polen und andere „Typen“.

Die Botschaft: Die Mauer muss  aus unseren Köpfen weg! Das müssen wir selbst wollen und es ist uns auch klar, dass manche Dinge gleich sind und andere uns unterscheiden.
Diese Botschaft wurde Dank der Arbeit der Schüler und vor allem ihrer Lehrerin Frau Fuhrmann hervorragend „rübergebracht“!
Es gab am Ende minutenlangen Beifall und viele Fragen an die Akteure, die diese souverän beantworteten.

Die Show, die noch einmal an der Gesamtschule Talsand am 28.Oktober 2010 um 17 Uhr stattfinden wird, ist für alle, die wirklich sehen wollen, wie dumm die Vorurteile sind und wie man sie überwinden kann. Sie zwingt zum Nachdenken! Die Anzahl der Plätzen ist begrenzt. Deshalb möchten wir alle bitten, die kommen möchten, sich vorher telefonisch unter 01744209040 oder 0333232106 anzumelden. Wir freuen uns auf alle Besucher!

Lukasz Pawlowski und Dr. Wolfgang Bieligk

VIER LADYS FÜR TALSAND

ERÖFFNUNG DES NEUEN INTENSIVDEUTSCHKURSES AN UNSERER POLNISCHEN PARTNERSCHULE

Ania, Magda, Domika und Kinga – so heißen die vier neuen Schülerinnen, die sich für das Vorbereitungsjahr am Lyzeum in Gryfino gemeldet haben, um nach einem Jahre intensiven Unterrichtes in den Fächern Deutsch. Mathematik, Geschichte, Politik und Geografie – natürlich alles in deutscher Sprache – bei Frau Ramm und Herrn Dr. Bieligk das deutsche und das polnische Abitur an unserer Schule abzulegen. Und sie freuen sich ehrlich darauf, obwohl sie auch wissen, dass es schwer werden wird für sie.
Besonders bemerkenswert ist, dass Ania, über 600 Kilometer von Schwedt entfernt, an der polnischen Ostgrenze wohnend, sich entschlossen hat, ausgerechnet unsere Schule zu besuchen!  Sie möchte später Deutschlehrerin werden und hat über Dritte von unserem  deutsch-polnischen Schulprojekt erfahren!
Wir alle wünschen unseren „Vier Ladys für Talsand“ viel Erfolg und freuen uns sehr, sie im kommenden Jahr hoffentlich an unserer Schule begrüßen zu dürfen!

Dr. Wolfgang Bieligk  

Europatag mit hochrangigen Gästen

Am 10. Mai begingen wir gemeinsam mit Schülern unserer Partnerschule aus Gryfino den Europatag. Ob nun sportlicher Vergleich in der Jahrgangsstufe 7, das Erstellen von Unterrichtsmaterialien durch die 10.3, ein Europaquiz oder in der Jahrgangsstufe 12  mehrere Workshops zum Thema Polen und Deutsche in Europa, alle waren mit Begeisterung bei der Sache.
Davon konnten sich auch der polnische Botschafter in Deutschland, Dr. Marek Prawda, sowie unser Brandenburger Bildungsminister Holger Rupprecht überzeugen.
Besoders begeistert zeigten sie sich von einer kurzen Aufführung der Teilnehmer des Theaterworkshops über interkulturelle Vorurteile.
In einer Gesprächsrunde mit polnischen und deutschen Schülern sagten uns unsere Gäste Unterstützung zu bei  der weiteren Ausgestaltung unseres Deutsch-Polnischen Schulprojektes.
Der gemeinsame Verzehr von Bigos und Kartoffelsalat und Bockwurst – zubereitet von Schülern beider Schulen der Jahrgangsstufe 8 – rundeten einen interessanten Vormittag ab.

Hartmut Zimmermann

EUROPA FEIERT – WIR FEIERN MIT

AG „Freunde Polens“ gestaltete Europatag 2010 aktiv mit!
Auch in diesem Jahr waren wir wieder an der Gestaltung des Europatages an unserer Schule und auf dem Landhof „Arche“ in Groß – Pinnow  beteiligt!

In der Schule hatte sich hoher Besuch angesagt – der Botschafter der Republik Polen, der Minister für Bildung des Landes Brandenburg und der Direktor unserer Partnerschule aus Gryfino (Bild) informierten sich am 10.5. 2010 über die Aktivitäten unserer Schüler an diesem Tag.

Am 11.5. 2010 ging es dann mit dem Bus nach Groß – Pinnow. Wir präsentierten die Arbeit unserer AG und unsere Schule an einem eigenen Stand, verteilten Informationsflyer. Natürlich waren auch wieder unsere Partner vom Lyzeum Gryfino dabei, die sich aktiv an der Gestaltung beteiligten.
Besonderen Zuspruch fand in diesem Jahr unser Deutsch-polnisches Quiz, das von vielen Besuchern der Veranstaltung auf dem Landhof gelöst wurde. Den Rekord mit nur einem Fehler erzielte eine ältere Dame aus Polen!

Allen hat es wieder sehr großen Spaß gemacht!
Wir freuen uns schon aufs kommende Jahr….
AG „Freunde Polens“

Dr. W. Bieligk  

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