Projekttag „Studien- und Berufswahl“

Am 22. April führte der Jahrgang 9 im Rahmen des Zukunftstages ein Projekt zur Studien- und Berufswahl durch. Dazu wurde den Schülern die Hochschullandschaft des Landes Brandenburg vorgestellt. Alle Studienrichtungen wurden in verschiedenen Workshops besprochen. Dabei ging es um den Alltag im Studium, wie man sich ein „Studium bastelt“ und überhaupt, welche Chancen man durch Bildung erreichen kann. Unterstützt und durchgeführt wurde der Projekttag von Frau Buchholz, Frau Jeß (Europa-Universität Frankfurt (Oder)), Herrn Kessels, sowie von ehemaligen und derzeitigen Studenten von der Fachhochschule Potsdam, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Europa-Universität. Die Schüler konnten in den Workshops so direkt ihre Fragen stellen und sich einen Überblick über das Studium allgemein machen. Für viele war es einmal etwas anderes, sich über ihre Zukunft in anderer und vor allem interessanter Form auseinander zusetzen.
J. Wenk (Jahrgangsleiter)

Beileid

Wir bekunden unser Mitgefühl und gedenken der Opfer der Flugzeugkatastrophe vom 10.04.2010. In Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden bei unseren polnischen Freunden.

Die Lehrer und Schüler der Gesamtschule Talsand.

Dr. Wolfgang Bieligk

Ministerbesuch an unserer Schule

Am Mittwoch, den 17.3. 2010, konnten wir an unserer Schule hohen Besuch empfangen.  Die Zusammenarbeit im grenznahen Raum zwischen der Wojewodschaft Zachodnipomorskie und dem Land Brandenburg unter dem Aspekt des Lehreraustausches,  stand an diesem Nachmittag zur Diskussion. Als Gäste hatten sich unter anderem der Vizemarschall Witold Jablonski und der Minister für Bildung des Landes Holger Rupprecht angemeldet. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Zimmermann stellten Frau Duszak und Herr Dr. Bieligk in Redebeiträgen und einem Film dar, wie sich die Unterrichtsarbeit an unseren beiden Schulen (Gesamtschule Talsand – Lyzeum Gryfino) gestaltet.Es wurde  die Frage diskutiert, wie es beiden Seiten noch besser gelingen kann, noch immer bestehende Vorurteile abzubauen. Beide Seiten schätzten ein, dass man auf diesem schwierigen Weg gut vorangekommen sei. An der Talsandschule lernen zum Beispiel gegenwärtig 179 Schüler die polnisch Sprache. Auch am Lyzeum in Gryfino bestehen bilinguale Klassen, die die deutsche Sprache erlernen. Auch unsere „Fünf Engel für Talsand“ gehören dazu – zwei von ihnen waren an diesem Nachmittag ebenfalls zu Gast an unserer Schule. Hauptergebnis des Nachmittags: Unser bilaterales Unterrichtsprojekt wird weitergeführt in den nächsten Jahren – mit mehr Mitteln von beiden Seiten! Auch unsere „Engel“ haben also eine Zukunft an unserer Schule – könnten ihr deutsches Abitur machen, was ihnen in der Europäischen Union gute berufliche Chancen eröffnen würde.

Dr. Wolfgang Bieligk

Teuflisches Vergnügen für unsere Engel

Heute war es endlich so weit! Lange angekündigt, besuchten wir heute die Vorstellung „Faust I.“ an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Zuvor hatten unsere Engel das Stück im Deutschunterricht behandelt und Passagen in polnischer und deutscher Sprache gelesen, so dass die Verständlichkeit während der Aufführung gewährleistet war. Insgesamt kam das Stück bei unseren zukünftigen fünf Schülerinnen gut an – auch Frau Ramm, Frau Hermann und Herr Dr. Bieligk als begleitende Lehrer waren sehr angetan vonder schauspielerischen Leistung des Ensembles. Besonders beeindruckten das Agieren Mephistos in dreifacher Gestalt und die Darstellung des Faust. Der Beifall am Ende der Vorstellung war verdienter Lohn für unsere Schauspieler.
Im Anschluss gab es dann noch die traditionelle „Auswertung“ des Stückes im Cafe Kaul bei einer Tasse Schokolade. Nicht ganz leicht fiel auch der Abschied von Frau Hermann, die ihr Praktikum mit dem heutigen Tag beendet und wieder zum Studium nach Greifswald zurückkehrt. Unsere fünf „Engel“ hoffen, dass sie dieses bald abschließen wird, um dann als „richtige Lehrerin“ vielleicht auch sie an der Gesamtschule Talsand zu unterrichten.
Unsere Erwartungen erfüllten sich insgesamt – das Stück und auch die Atmosphäre an unserer Bühne sind toll – so die Meinung unserer Fünf.
Ein sehr anspruchsvolles Stück, deren Kenntnis für die kommenden Jahre des Abiturs von Nutzen sein werden!
Wiederum eine besondere Art des Unterrichtes an diesem Freitag, der allen viel Freude bereitet hat.

Dr. W. Bieligk

Projekttag in der PCK Raffinerie GmbH

Am 03. 03. 2010  unternahmen wir, die 9L.4, einen interessanten und aufschlussreichen Ausflug in die Geheimnisse der Erdölverarbeitung. Zur Einführung erklärte uns Frau Flöter, woher das Erdöl kommt, welche Bedeutung der Standort Schwedt für die Versorgung Deutschlands mit Benzin, Diesel und anderen Produkten hat. Herr Lehmann ging im Anschluss auf Ausbildungsberufe und Qualifizierungsmöglichkeiten ein. Zum besseren Verständnis konnten wir uns vor Ort die Lehrräume und Labors ansehen, in denen Chemikaten ausgebildet werden. Eine Busfahrt durch das PCK, auf der Herr Lehmann die Funktion der Anlage genauestens erklären konnte, ergänzte seine Ausführungen. Zum Schluss hatten wir die Möglichkeit, uns vom guten Kantinenessen zu überzeugen. Viele von uns waren von den Ausbildungsmöglichkeiten sehr positiv überrascht und könnten sich gut vorstellen, dort mal eine Ausbildung zu beginnen. Aber eines machte Herr Lehmann klar, Chancen haben nur Schüler mit guten und sehr guten Leistungen und vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern.
Natalie Große
Roxana Wiebeck

Feuertaufe bestanden – Lehrernachwuchs an unserer Schule

Unsere ehemalige Schülerin und jetzige Studentin an der Uni Greifswald, Juliane Hermann, führt in der Zeit vom 15.2. 2010 bis zum 12.03. 2010 ein HOSPITATIONS- UND UNTERRICHTSPRAKTIKUM an unserer Schule und unserer polnischen Partnerschule, dem Lyzeum Nummer I in Gryfino / Republik Polen durch.
Sowohl während der Hospitations-, als auch im Rahmen der Unterrichtstätigkeit in den Fächern Deutsch und Geschichte an beiden Schulen arbeitet Jule sehr engagiert, kreativ und sehr selbstständig. Man merkt, dass ihr der “Job“ großen Spaß macht!
Besonders hervorzuheben ist, dass sie im Rahmen des Praktikums Unterricht im Fach Deutsche Sprache und Literatur und im Fach Geschichte für polnische Schülerinnen und Schüler verschiedenster Jahrgangsstufen in deutscher Sprache am Lyzeum Nr. I in Gryfino / Republik Polen erteilte. Auftretende Sprachbarrieren bezüglich des Verständnisses der Unterrichtsinhalte meisterte sie sehr souverän.  Sie plante zum Beispiel gemeinsam mit ihrem Mentor, Herrn Dr. Bieligk, eine Unterrichtseinheit zum Thema „Faust. Der Tragödie erster Teil“, zu deren Abschluss der Besuch des Stückes an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt mit polnischen Schülern durchgeführt wird.
Auch in der außerschulischen Arbeit im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Freunde Polens“ engagierte sich Jule sehr aktiv. Sie gestaltete mit Mitgliedern der AG anlässlich des Tages der offenen Tür am 20.2. 2010 einen eigenen Stand für Eltern und Schüler aus Deutschland und Polen und stand diesen mit Informationen zur Verfügung. 
Für die Zukunft wünschen wir ihr viel Erfolg bei der Realisierung ihrer anspruchsvollen Studienziele!
Ich bin im Rahmen des von ihr absolvierten Praktikums zu der Auffassung gelangt, dass sie für den Lehrerberuf als sehr gut geeignet erscheint.
Dr. W. Bieligk

Handballbundesliga

Am 17. Februar 2010 fuhren wir, die Sekundarstufe II, um 16.45 Uhr zur Max-Schmeling-Halle nach Berlin, um uns ein vielversprechendes Handballspiel der ersten Handballbundesliga anzusehen.
Dieses Mal war der SG Flensburg-Handewitt zu Gast im „Jagtrevier“ bei den Füchsen in Berlin und das wollte sich kaum jemand entgehen lassen. Die Halle war mit über 8.000 Zuschauern fast ausverkauft. Um 20.15 Uhr war Anpfiff und die kompletten 60 Minuten Spielzeit waren gespickt mit purer Spannung, in der die Fans der Füchse Berlin ihrer Mannschaft kräftig Rückenwind gaben.
Am Ende gewann der SG Flensburg-Handewitt, in der aller letzten Sekunde, nur knapp mit 26:25, trotz einer starken kämpferischen Leistung der Füchse.
Nach dem Spiel fuhren wir wieder nach Schwedt zurück, wo wir um 23.50 Uhr ankamen.
Im Namen aller mitgefahrenen Schülerinnen und Schüler möchte ich noch den Sponsor, der die Kosten für die Eintrittskarten übernommen hat, den Busfahrer, der uns heil ans Ziel gebracht hat, und besonders Herrn Lesener, der alles organisierte, einen Dank aussprechen.
Daniel Behm

Polnische Gäste zum Tag der offenen Tür an unserer Schule

Am Sonnabend, dem 20.02.10 war es wieder einmal so weit: Die Gesamtschule Talsand öffnete weit ihre Türen und lud Schüler, Eltern – Deutsche und Polen zu einem abwechslungsreichen Vormittag ein. Viele folgten dieser Einladung, so auch unsere fünf zukünftigen Abiturienten aus Gryfino und ihre Familien.
Alle Fachbereiche präsentierten sich, zeigten die Anforderungen an unsere zukünftigen Abiturienten. Damit sich keiner im Schulhaus verirren konnte, waren unermüdlich die „TALSANDLATSCHER“ unterwegs. Nach der Begrüßung durch die AG „Freunde Polens“ und einem ersten Informationsgespräch mit Herrn Dr. Bieligk lud Herr Zimmermann die polnischen Gäste in unsere Aula ein, um unsere Schule vorzustellen und ihre Fragen zu beantworten. Danach wurden unsere Gäste von Mitgliedern der AG durchs Schulgebäude geführt. Eine Besichtigung des Internats, die Frau Buchholz organisiert hatte, rundete diesen informativen Vormittag ab.
Ein gelungener Vormittag, der bei unseren polnischen Gästen gut angekommen ist, wie man ersten Reaktionen entnehmen konnte.
Dr. Bieligk

Unterricht ganz anders

Im Rahmen unseres Unterrichtes im Fach Darstellendes Spiel besuchten wir Schüler der Jahrgangsstufe 11 und 12 die Schule unserer polnischen Mitschüler. Die Exkursion half uns bei der Ausarbeitung unseres deutsch-polnischen Theaterprojektes, welches wir im Juni dieses Jahres bei den Schultheatertagen aufführen wollen.
Am Tag zuvor hatte es eine Explosion im Kohlekraftwerk Gryfino gegeben, deshalb sind im ganzen Ort die Heizungen ausgefallen. Es ging in der Schule chaotisch zu und der Unterricht war verkürzt, verständlich!
Trotzdem konnten wir gute Eindrücke vom Polnischen Schulsystem erhalten. Eine besondere Stunde war der Erste-Hilfe-Unterricht, da wir ihn in dieser Form noch nicht kannten. Auch der Mathematikunterricht war anders gestaltet, weil die Schüler keinen Taschenrechner und kein Tafelwerk benutzen durften.
Das Highlight war das Ausrufen der Glückszahl, was bedeutet, das derjenige, der diese Nummer im Klassenbuch hat, an diesem Tag von unangekündigten Kontrollen befreit ist.
Der Besuch im Schwimmbad „Laguna“, der als Sportunterricht galt, war der krönende Abschluss für uns.

I. Fuhrmann

Koschere Gummibärchen

Wenn der Prophet nicht zum Berg gehen kann, muss der Berg eben zum Propheten kommen. So muss es sich auch das Jüdische Museum Berlin gedacht haben, als es sein Projekt “on.tour – Das JMB macht Schule” ins Leben rief. Auf Grund ihrer eindrucksvollen Bewerbung, für die Dr. Thomas Pieper verantwortlich zeichnet, ist die Gesamtschule Talsand als eine von fünf Schulen Brandenburgs ausgewählt worden, Gastgeber für die mobile Ausstellung des JMB zu sein. Das Konzept dieses mobilen Systems ist denkbar einfach, aber effektiv: In fünf roten, gepolsterten Würfeln befinden sich ausgewählte Exponate des Museums aus allen Bereichen der jüdischen Kultur, z.B. Religion, Alltagsleben, Feste, Speisevorschriften etc. Die Würfel sind sehr robust, man kann bzw. soll sogar auf ihnen sitzen, sie drehen und wenden, Objekte selbstständig entdecken und Objekttexte studieren, also anfassen erlaubt, anders als man es eigentlich von Museen kennt. Schüler der 8. und 10. Klassen setzten sich mit einzelnen Exponaten aufgabenbezogen auseinander. So erhielten sie ein Bild jüdischer Traditionen von der Tora-Rolle bis zur Spiderman-Kippa und erlebten, dass koschere Gummibärchen, bei denen die Gelatine nicht aus Schweineknochen gewonnen werden darf, geschmacklich von “normalen” nicht zu unterscheiden sind. In den Pausen war die Ausstellung dann für alle Schüler zugänglich, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 11 gingen in einem Workshop der Frage nach, wie es eigentlich war, als Jüdin oder Jude nach 1945 in Deutschland aufzuwachsen. Nachdem sich die Schülergruppen ein Foto der betreffenden Person, das für ein prägendes Erlebnis aus den Kindheits- oder Jugendtagen steht, ausgesucht hatten, konnten sie sich über einen iPod deren jeweilige persönliche Erlebnisse anhören. Diese Momentaufnahmen reichten von 1947 bis in die frühen 1990er Jahre und erinnerten die widersprüchlichsten Momente: Gefühle von Fremdheit und Zugehörigkeit, kleine Fluchten aus dem Alltag, Träume und Hoffnungen. Abschließend präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse und tauschten sich über ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Für diese eindrückliche und abwechslungsreiche Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte, jüdischer Religion und Kultur möchten wir uns im Namen aller Teilnehmenden bei “on.tour – Das JMB macht Schule” bedanken und freuen uns auf einen Besuch im Jüdischen Museum Berlin im März.
R. Johs

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