Annahme – Zuspiel – Angriff – Punkt!

Am 9. Januar fanden in der Sporthalle „Neue Zeit“ die mit Spannung erwarteten diesjährigen Volleyballmeisterschaften der Sekundarstufe II unserer Schule statt – immer ein sportliches Highlight und traditionell fester Bestandteil unseres Schullebens.

Die Spiele selbst boten wieder ein gewohnt hohes Maß an Spannung und Dynamik. Viele Begegnungen waren hart umkämpft und zeichneten sich durch knappe Satzergebnisse und sehenswerte Ballwechsel bis zum letzten Punkt aus. Sowohl bei den Herren als auch den Damen zeigten die Teams präzise Aufschläge, Annahmen, Zuspiele und Angriffe.

Auffällig war die überwiegend hohe technische Spielqualität auf allen Positionen. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung zeigte sich, dass auch weniger eingespielte Teams gut agieren konnten. Saubere Annahmen, gezielte Pässe und kraftvolle, aber kontrollierte Angriffsschläge prägten zunehmend das Spielniveau. Auch auf der taktischen Ebene überzeugten einige Mannschaften mit klugen Aufstellungen und variantenreichem Spielaufbau.

Die hohe Qualität der Spiele, aber auch der faire, respektvolle Umgang zwischen den Teams machten dieses Turnier nicht nur sportlich, sondern auch gemeinschaftlich zu einem Gewinn.

Ein großes Dankeschön gilt allen Aktiven, Helfern (besonders den Sportwarten für ihre verlässliche Unterstützung), dem Catering-Team der JST 13 und den Schiedsrichtern, die alle zu dem erfolgreichen Event beitrugen.

Ergebnisse:

Bei den Herren setzten sich im Spiel um die Plätze 5 und 6 die 13er Bananenpflücker gegen die 12er Schneeschniefer bei 1:1 Satzgleichstand ganz knapp mit 38:35 Unterpunkten durch. Im sog. „Kleinen Finale“, also im Spiel um Platz 3, sicherte sich das 12er Team Is it in? gegen die 11er Jägermeister in 2:0 Sätzen souverän Bronze. Im Finale trafen mit den 13ern Die Schummler und den Nikoläusen (11) die im bisherigen Turnierverlauf stärksten Teams aufeinander: Die Nikoläuse konnten hier an ihren bisher starken Auftritt nicht anknüpfen und unterlagen den Schummlern mit 0:2. Die Schummler holten somit Gold und verteidigten ihren Schulmeistertitel aus dem Vorjahr.

Bei den Damen spielten die 4 gemeldeten Teams im Turniermodus „Jeder gegen Jeden“. Hier setzten sich die Vorjahreszweiten Die sieben Geißlein (13) am Ende ganz knapp mit 2 Unterpunkten Vorsprung durch und holten endlich das ersehnte Gold und den Titel der Schulmeisterinnen. Auf den Plätzen folgten mit Silber Die Schlagfertigen (12), die sich damit als Favoritinnen auf den Titel im nächsten Jahr empfahlen. Bronze erkämpften Die Fantastischen Sechs (11), gefolgt von den Männerschlägern (11), die diesmal noch ohne Satzgewinn blieben.

Hier ein Einblick in hochklassiges Volleyball:

Die Vizemeisterinnen und Favoritinnen auf den nächsten Titel: „Die Schlagfertigen“ (12)
Die diesjährigen Titelträger: „Die Schummler“ (13) und „Die sieben Geißlein“ (13)

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung und privat.

R. Johs

Unwetterwarnung – Schulorganisation am 13.01.2026

Für die nächsten Tage meldet der Deutsche Wetterdienst für Brandenburg Dauerfrost, strengen Frost, Schneefall und mögliche örtliche Glatteisbildung. Für den 13. Januar 2026 gilt:

1. Der Unterricht findet plangemäß für alle Klassen- und Jahrgangsstufen vor Ort in der Gesamtschule Talsand statt. Geplante Veranstaltungen werden durchgeführt.
2. Für den Fall, dass Eltern wegen Einschränkungen im Straßen- oder öffentlichen Nahverkehr oder wegen unzumutbarer Gefährdung eigenverantwortlich entscheiden, ihr Kind zu Hause zu lassen, gilt dies als entschuldigtes Fehlen.
3. Die übliche Abmeldung ist jedoch zwingend nötig (telefonisch am 09.01.2026 und später schriftlich durch die Eltern) !
4. Bei Klausuren oder angekündigten Leistungskontrollen ist das ärztliche Attest, wie üblich, einzuholen.
5. Ich bitte um sehr ernsthafte Prüfung, ob der Schulbesuch möglich ist.

C. Cnyrim
Rektor

16. Januar 2026: Tag der offenen Tür (16 – 19 Uhr)

Die Gesamtschule Talsand lädt interessierte Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern
am 16. Januar 2026 (Freitag) zum Tag der offenen Tür herzlich ein.
In der Zeit von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr stellen sich Unterrichtsfächer, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte vor.

Musikkurse und Kunstschüler zeigen ihr Können, die Naturwissenschaften laden zu spannenden Experimenten ein und die Fremdsprachen bieten Minisprachkurse an. Ebenso stellen sich die Schulsozialarbeit, der Technikstützpunkt und der Förderverein vor.
Die Werkstätten und auch die Sporthalle (ein Besuch lohnt sich!) sind geöffnet.
Die „Talsand-Guides“ empfangen interessierte Gäste und führen sie persönlich durch die Gesamtschule Talsand.

Für künftige Oberstufenschüler aus anderen Schulen findet um 17:00 Uhr ein Infovortrag statt.
Hier wird der Weg zum Abitur an der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Talsand erklärt.

Sehr geeignet ist der Begegnungstag für interessierte Schülerinnen und Schüler der künftigen Klassen 7, 11 und 12, um einen Einblick in das Schulleben zu erhalten.
Herzlich willkommen!

Unwetterwarnung – Schulorganisation am 09.01.2026

Für die nächsten Tage meldet der Deutsche Wetterdienst für Brandenburg Dauerfrost, strengen Frost und möglichen örtlichen Schneefall mit Schneeverwehungen.

Für den 09. Januar 2026 gilt:

1. Der Unterricht findet plangemäß für alle Klassen- und Jahrgangsstufen vor Ort in der Gesamtschule Talsand statt. Geplante Veranstaltungen werden durchgeführt.
2. Für den Fall, dass Eltern wegen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr oder Straßenverkehr oder wegen einer unzumutbaren Gefährdung eigenverantwortlich entscheiden, ihr Kind zu Hause zu lassen, gilt dies als entschuldigtes Fehlen.
3. Die übliche Abmeldung ist jedoch zwingend nötig (telefonisch am 09.01.2026 und nachfolgende schriftliche Entschuldigung durch die Eltern) !

C. Cnyrim
Rektor

Plus jamais ça – Nie wieder!

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Die Razzia von 1943 im Viertel Saint-Jean in Marseille

Am 15. Dezember 2025 waren wir, die DELF-AG und die AG Schule mit Courage der Gesamtschule Talsand, in die Französische Botschaft in Berlin eingeladen, um einem besonderen Zeitzeugenbericht beizuwohnen. Vertreter des „Collectif Saint-Jean“ schilderten die Geschichte der Razzien, die sich zwischen dem 22. und 24. Januar 1943 in den alten Vierteln in Marseille ereigneten. Schüler und Schülerinnen Berliner und Brandenburger Schulen waren geladen. Die Razzia vom 21. Januar 1943 im alten Hafengebiet Saint-Jean in Marseille wurde von überlebenden Zeitzeugen eindringlich dargestellt. Es ging darum, an ein fast in Vergessenheit geratenes Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erinnern. Der Abend bildete den Abschluss einer Veranstaltungsreihe, deren Angebote die Gesamtschule Talsand dieses Jahr vollumfänglich genutzt hat. Im Rahmen der Erinnerungsarbeit rund um 80 Jahre der Befreiung waren vielfältige Veranstaltungen im Jahr 2025 durchgeführt worden.

Herr Antoine Mignemi und Frau Suzanne Fritz

Die brutalen und mörderischen Aktionen, die auf Anweisung der französischen Regierung und der nationalsozialistischen Besatzungstruppen mit dem Ziel durchgeführt wurden, das alte Hafenviertel von Marseille zu „säubern“ stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar. Die Bewohner des Viertels Saint-Jean am Hafen von Marseille wurden deportierten und das Viertel anschließend gesprengt. Nur das Rathaus blieb verschont. In diesen engen Gassen lebte eine bescheidene und internationale Bevölkerung unterschiedlicher Religionen, einschließlich der Juden, und viele hofften, mit einem Schiff von dort Europa verlassen zu können. Die Zeitzeugen schilderten ihr bescheidenes, aber glückliches Leben in diesem Hafenviertel vor der Razzia. Claude Arovas, Überlebender der Shoah – seine Eltern fielen der Shoah zum Opfer -, Antoine Mignemi – Vorsitzender des „Collectif Saint-Jean 24 janvier 1943“ – und Suzanne Fritz berichteten von der Razzia, die sie als Kinder miterlebten.

Julien Acquatella (CIVS), Antoine Mignemi, Suzanne Fritz, Claude Arovas, Gerard Agresti, Frau Lena Guyomaec’h

Am Sonntag, den 24. Januar 1943, wurden 20.000 Männer, Frauen und Kinder jeden Alters aus ihren Wohnungen geholt, festgenommen und größtenteils ins Lager Fréjus deportiert. Am 17. Februar 1943 wurde das Viertel gesprengt: 1.500 Häuser und 850 Geschäfte wurden auf 14 Hektar wurden zerstört. 82 Straßen und Plätze verschwanden vom Stadtplan. Die Bewohner wurden von Fréjus in Konzentrationslager nach Sachsenhausen, Mauthausen, Buchenwald, Sobibor, Neuengamme und Stutthof deportiert und ermordet.

Pascal Luongno

Erst 2019 erhob der Anwalt Pascal Luongo Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, um sicherzustellen, dass diese Razzia nicht in Vergessenheit gerät und sich die Geschichte nicht wiederholt. Das „Collectif Saint-Jean 24 janvier 1943“ wurde gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an dieses Verbrechen aufrechtzuerhalten und in den Schulen darüber zu berichten. Dieses bewegende Zeitzeugengespräch vergegenwärtigte die Brutalität dieses geschichtlichen Ereignisses aufs Deutlichste und regte intensiv zum Nachdenken über den Begriff der „Unerwünschten“ und über die Weitergabe dieser Erfahrungen zwischen den verschiedenen Generationen beider Länder an.

Ruth Weiss: Ausgrenzung ist eine Schande! Haltung zeigen! Engagement für Menschenwürde, Demokratie und Zivilcourage

Ruth Weiss war mehr als eine Zeitzeugin des Holocaust – sie war eine Stimme der Haltung. 101 Jahre Mut, Menschlichkeit und Widerstand gegen Rassismus und Antisemitismus. Leider ist sie am 05. September 2025 verstorben, so dass wir dem „Zweitzeugen“, ihrem langjährigen Freund und Lektor Lutz Kliche lauschen konnten, der mit Ruth Weiss noch das Buch

„Erinnern heißt handeln – Mein Jahrhundertleben für Demokratie und Menschlichkeit“

herausbrachte. Zusätzlich unterstütze Herr Jörg Stopa von der RAA Brandenburg die Diskussion. Er ist zertifizierter Mediator / Konfliktmanager und Anti-Bias-Multiplikator. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Bildungsministerium.

Jörg Stopa und Lutz Kliche

Am Dienstag, den 16.12.2025 brachte Lutz Kliche seinen Erfahrungsschatz in Bezug auf Ruth Weiss Leben zu uns an die Talsandschule:
Mit Auszügen aus dem Buch, Original-Audiozitaten von Ruth Weiss und einem offenen Gespräch über Menschenwürde, Demokratie und Zivilcourage berichtete Lutz Kliche im Rahmen der AG-Schule mit Courage in der Aula vor interessierten Schülern und Schülerinnen.

Es ging nicht um Vergangenheit als Pflichtstoff – sondern um Erinnerung als Haltung.

Ruth Weiss war unermüdlich in ihrem Engagement gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus.

Die Themen waren vielfältig: Geschichte der Juden in Fürth, der Nationalsozialismus in Deutschland, insbesondere der Reichstagsbrand 1933 und die Etablierung der NS-Herrschaft, das Propagandablatt „Der Stürmer“ und dessen Gründer und Herausgeber Julius Streicher, der Judenboykott am 1.4.1933, die Nürnberger Gesetze von 1935 und die Apartheid in Südafrika, Apartheid als staatlich festgelegte und organisierte rassistische Diskriminierung.

Die Zeit verging wie im Flug, wir wünschen uns im neuen Jahr eine Fortsetzung!

Berufsorientierung @Talsand – Unternehmen live erleben!

Die Veranstaltung „Berufsorientierung @Talsand – Unternehmen live erleben!“am 16. und 17. Dezember 2025 war ein zentraler Baustein der Berufsorientierung an der Gesamtschule Talsand. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder zu ermöglichen und sie dabei zu begleiten, eigene berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Über 150 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9nutzten diese Gelegenheit, um sich direkt zu informieren und neue Eindrücke zu sammeln. Den Auftakt bildete eine herzliche Begrüßung durch Herrn Cnyrim, den Schulleiter. Anschließend ermutigte Frau Henselvon der Bundesagentur für Arbeitdie Jugendlichen, sich aktiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen.

In Fachvorträgen, Präsentationen, Gesprächsrunden und Erfahrungsberichten von Auszubildenden erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die unterschiedlichsten Berufsfelder. Mit dabei waren PCK Raffinerie GmbH, LEIPA Group GmbH, Polizei Brandenburg, Stadtsparkasse Schwedt, EJF gemeinnützige AG, Wohnbauten GmbH, Asklepios Klinikum, Oberstufenzentrum Uckermark aus Prenzlau, Deutsche Bahn AG und Butting Anlagenbau GmbH & Co. KG.

Besonders wertvoll waren die persönlichen Gespräche zwischen den Jugendlichen und den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern. Hier konnten Fragen gestellt, eigene Interessen reflektiert und konkrete berufliche Perspektiven entwickelt werden.

Die Gesamtschule Talsand bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Unternehmen und Institutionen. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie nachhaltig Berufsorientierung wirkt, wenn Schule, Wirtschaft und außerschulische Partner gemeinsam Verantwortung für die Zukunft junger Menschen übernehmen.

Übergabe der DELF Diplome

Die Schulfamilie gratuliert den Schülern und den Schülerinnen, die heute ihre DELF Diplome erhalten haben:

Ines Penke A1, Deaon Neumann A1, Jimmy Kranzusch A1, Meike Kirscht A1 und A2 und Joyce Mafor B2!

In diesem Schhuljahr gibt es die Möglichkeit sich in der DELF-AG auf die nächsten Prüfungen am 21. März in Prenzlau und 12. Juni in Berlin vorzubereiten. Die Anmeldungen sind eröffnet! Nur Mut!

Foto: Jaden Jahnke und Kito Mentag

Landestreffen des Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage im Landtag in Potsdam

Zum Landestreffen des Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage 2025 waren am 13.11.2025 115 Schulen aus Brandenburg in den Brandenburgischen Landtag in Potsdam eingeladen. Brandenburg ist das einzige Bundesland, der das Netzwerktreffen im Landtagsgebäude durchführt.

Gruppenfoto aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landestreffens der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ 2025
© Landtag Brandenburg / Stefan Gloede

Brandenburger Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trifft sich im Landtag

Potsdam, 13. November 2025

Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Brandenburg haben heute beim Landestreffen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ über das politische Engagement für ein Schulleben gesprochen, in dem auf mögliche Diskriminierung sensibel geachtet und eingegangen wird. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften tauschten sich die Jugendlichen in Workshops über verschiedene Themen, unter anderem Mobbing und Rassismus, aus und erarbeiteten Maßnahmen für den schulischen Alltag. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Liedermacherin Dota. Die Regisseurin, Moderatorin und Bundesverdienstkreuzträgerin Mo Asumang hielt einen Impulsvortrag und gab einen Workshop zum Thema Dialogkompetenzen.

Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke begrüßte als Schirmherrin der Veranstaltung die Teilnehmenden im Plenarsaal und lobte die Courage der Schulen: „Sie sind heute hier, weil Ihre Schulen sich entschieden haben mitzuziehen. Nicht ein paar Engagierte, sondern alle – denn nur dann entstehen Projekte, die tragen: Projekttage, Ausstellungen, Diskussionen, Gedenkformate, Konzerte, Kunstaktionen und Begegnungen mit Politik. Fast täglich passiert irgendwo in diesem Netzwerk etwas. Das macht Mut.“  

Im Land Brandenburg tragen mittlerweile 115 Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieser beinhaltet die langfristige Verpflichtung, Aktionen und Projekte gegen Rassismus durchzuführen. Die Landestreffen werden von den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA Brandenburg) koordiniert. Vertreten waren in diesem Jahr Courage-Schulen aus Angermünde, Bad Belzig, Barnim, Beeskow, Bernau, Blankenfelde-Mahlow, Blönsdorf, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eichwalde, Falkensee, Forst, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Gransee, Guben, Hohen Neuendorf, Königs Wusterhausen, Lauchhammer, Lübbenau, Luckau, Luckenwalde, Nauen, Oranienburg, Petershagen, Potsdam, Rathenow, Schönefeld, Schorfheide, Schwedt (Oder), Senftenberg, Werder (Havel), Wiesenburg, Wildau, Woltersdorf und Wustermark.

09:00 Uhr Führung durch den Landtag
09:30 – 10:00 Uhr Ankommen, Einteilung in die Workshops
10.00 – 10.50 Uhr Auftaktplenum
▪ Begrüßung Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Landtagspräsidentin Brandenburg
▪ Grußwort Steffen Freiberg, Minister für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg
▪ Interview Eberhard Seidel, Geschäftsführer Bundeskoordination SOR-SMC und Miriam Apffelstädt, Geschäftsführerin
RAA Brandenburg
▪ Input Mo Asumang, DialogBotschafterin, Autorin, Regisseurin, Moderatorin, Filmemacherin, Dialogkompetenz
▪ Musikalische Gestaltung: Dota
Moderation: Andrea Rauch (Landeskoordinatorin SOR-SMC), Maria Waligora (SOR-SMC Alumna)
11.00 – 15.00 Uhr Workshops
Schüler*innen Workshops
1. Mo Asumang (DialogBotschafterin, Autorin, Regisseurin, Moderatorin, Filmemacherin),
Mo Lab – Dialogbotschafter:innen
2. Henrike Tipkämper, Maike Täubert (Netzwerk für Demokratie und Courage Berlin/Brandenburg), Hass off- und online. Wie ihr rechte Leute erkennen und denen kontern könnt!
3. Nene Opoku, Stefan Kollasch (Care e.V.), Klima Macht Krise
4. Beate Rabe (Filmbildung und Vermittlung, Filmmuseum Potsdam), Peerleaderführung durch die Ausstellung
„How t catch a Nazi“
5. Hana Hlásková, (Bildungsreferentin Garnisonkirche Potsdam), So geht Demokratie!
6. Lennart Wrana (Kanzi e.V.), Rap gegen Rassismus
7. Mouhammad Ebrahem, Jörg Stopa, (RAA Potsdam), Gemeinsamkeit und Zusammenhalt
8. Katrin Wuschansky (FES), Luisa Molendzinski (RAA Brandenburg), FES-Ausstellung
„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ Vorstellung der Peer-Leader-Konzeptes
9. Luisa Schröder, Phuong-Thuy Nguyen (Care e.V.), Unterricht & Schulalltag diskriminierungsfreier gestalten
– Diversität (an)erkennen und Partizipation ermöglichen
10. Prof. Dr. Andreas Petrik, (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
Was bedeutete das Neutralitätsgebot für Schulen und wie neutral muss Schule sein?
Mittagspause von 12:30-13:30 Uhr Buffet vor dem Plenarsaal
15.15 – 16.00 Uhr Abschlussplenum
▪ Blitzlichter des Tages
▪ Ein Einblick in Courage-Aktivitäten – Präsentationen von Schulprojekten
▪ Eure und Ihre Stimmen aus den Schulen – das offene Mikrofon

Programm:

Nach diesem langen Tag nutzten wir die Gelegenheit, etwas von Potsdam zu sehen:

Nie wieder – Gegen das Vergessen

Traditionell besuchte die Jahrgangsstufe 10 unserer Schule, diesmal mit 147 Schülern, die nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg. An drei Tagen erinnerten und gedachten je zwei Klassen den Opfern der nationalsozialistischen und kommunistischen Gewaltherrschaft.

Schülerexkursionen zu Mahn- und Gedenkstätten spielen eine entscheidende Rolle in der historischen Bildung und der Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins. Diese Exkursionen ermöglichen es den Schülern, sich direkt mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Unrecht hautnah zu erleben. Der Besuch solcher Stätten fördert nicht nur das Verständnis für die Vergangenheit, sondern regt auch zur Reflexion über die Werte von Toleranz, Respekt und Menschenrechten an.

Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde 1936 von den Nationalsozialisten in der Nähe von Oranienburg errichtet und diente zunächst als Modelllager, nach dem alle Konzentrationslager auf deutschem Boden ausgerichtet werden sollten. Im Laufe der Jahre wurden dort zehntausende Menschen aus verschiedenen politischen, ethnischen und sozialen Gruppen inhaftiert, darunter Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Homosexuelle, sog. Asoziale und andere Verfolgte. Die Häftlinge litten unter unmenschlichen Bedingungen, Zwangsarbeit und systematischer Gewalt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die sowjetische Besatzungsmacht das Lager und richtete dort das Speziallager Nr. 7 ein. Dieses Lager diente der Inhaftierung von ehemaligen Nationalsozialisten, politischen Gegnern und Personen, die als Bedrohung für die sowjetische Herrschaft angesehen wurden. Die Bedingungen im Speziallager waren ebenfalls menschenunwürdig, und viele Häftlinge starben aufgrund von Unterernährung, Krankheiten oder Misshandlungen.

Heute ist die Gedenkstätte Sachsenhausen ein Ort des Erinnerns und der Aufarbeitung der Verbrechen, die sowohl im nationalsozialistischen Konzentrationslager als auch im sowjetischen Speziallager begangen wurden. Sie dient der Aufklärung über die Geschichte und der Mahnung, damit sich solche Gräueltaten nicht wiederholen.

Durch die persönliche Auseinandersetzung mit den Geschichten und Schicksalen der Menschen, die an diesen Orten litten, entwickeln die Schüler Empathie und ein tieferes Bewusstsein für die Verantwortung, die sie in der heutigen Gesellschaft tragen. Zudem bieten diese Exkursionen eine wertvolle Gelegenheit, den Dialog über aktuelle gesellschaftliche Themen zu fördern und das Bewusstsein für die Gefahren von Extremismus und Intoleranz zu schärfen. Insgesamt tragen Schülerexkursionen zu Mahn- und Gedenkstätten wesentlich zur Bildung einer informierten und verantwortungsbewussten Generation bei.

Das Verlesen von Zeitzeugenberichten und Gedenkworten sowie das Niederlegen von Kränzen übernahmen u. a. Hannes Grunz, Leon Schlosser, Jonas Wojtechovsky und Ellie Koppe, denen dafür ein besonderer Dank gebührt.

Die jeweils mehrstündigen Führungen standen unter der sachkundigen Leitung von Frau A. Melchert, Herrn R. Johs und Frau A. Maschke.

Fotos: privat

R. Johs

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