„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie immer wieder zu erleben.“ George de Santayana

„Wir wurden bald auf Lastwagen geladen und abtransportiert. Niemand wusste, wohin. Nach langer Fahrt über die nördlichen Vororte Berlins landeten wir im Konzentrationslager Sachsenhausen. Als wir in der Dunkelheit vom Wagen springen mussten, wurden wir von SS-Leuten mit Ohrfeigen, Fußtritten und Kolbenstößen empfangen.

Der Lagerkommandant sagte ungefähr folgendes: „Ihr seid hier als Sühne für die feige Mordtat eures polnischen Rassegenossen Grünspan. Ihr müsst als Geiseln hierbleiben, damit das Welt-Judentum nicht weitere Morde unternimmt. Ihr seid hier nicht in einem Sanatorium, sondern in einem Krematorium. Jedem Befehl der SS ist Folge zu leisten.

Die SS hat das Recht, auf euch zu schießen, wann sie will. Unsere Jungs treffen verdammt gut. Weglaufen hat also keinen Zweck. Der Stacheldraht um das Lager ist mit Starkstrom geladen. Wer ihn berührt, ist sofort tot. Bei jedem Fluchtversuch wird geschossen. Eure Verpflegung müsst ihr abarbeiten. Wir werden dafür sorgen, dass eure dicken Bäuche verschwinden.“ (Augenzeugenbericht aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen)

Im Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Konzentrationslagers (1936-45) und späteren sowjetischen Speziallagers Nr. 7 (1945-50) besuchten die Klassen 10.4 und 10.7 unserer Schule die nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg.

Frau A. Melchert, Lehrerin für Deutsch und Geschichte an unserer Schule, gestaltete äußerst sachkundig, informativ und emotional eine Führung zur Geschichte des Lagers und zum Häftlingsalltag, der aus täglichem Leiden und Sterben der Insassen bestand. Vielen Dank dafür!

Milayn Betzel und Elias Lüdtke verlasen Zeitzeugenberichte von Häftlingen jener Zeit und übernahmen die Gedenkworte, wofür ihnen ein besonderer Dank gebührt. Nach einer anschließenden Schweigeminute gedachten die Schüler symbolisch mit einer Kranzniederlegung den Opfern von Diktatur und Tyrannei.

R. Johs

Fotos: privat

Kulinarisches Erbe in Geschmack und Duft verborgen (Teil I)

Teilnehmer der Gesamtschule Talsand hatten die Möglichkeit mit der Stiftung „Gemeinsam für die Entwicklung im ländlichen Raum“, an einem Projekt Ende Juni 2024 in Labesim Herrenhaus Tradition im Birnenland teilzunehmen. Fünf Tage unter dem Motto: „Kulinarisches Erbe in Geschmack und Duft verborgen“ wurden zu einer erlebnisreichen Zeit.

Nach einem herzlichen Empfang und Kennenlernen ging es gleich weiter, sich an das Thema der Zubereitung Westpommerscher Gerichte zu wagen. Um die Geheimnisse traditioneller Rezepte und Kochtechniken zu entdecken, nutzen wir die Möglichkeiten der Natur, Kräuter und Pflanzen im Wald kennenzulernen, die wir in der Küche verarbeiten können. Auch animierte uns die wunderschöne Landschaft zu einem Ausflug an Gewässer, um die Bedeutung von Fischen in der Westpommerschen Küche für eine reichhaltige und abwechslungsreiche Speisekarte zu erforschen.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in unseren neu erworbenen Erfahrungsschatz und in tolle Aktivitäten. Was aber ist das beste Essen, wenn die Tischetikette nicht professionell ist? Wie wird der Tisch korrekt gedeckt, das Gericht richtig serviert und der Gaumenschmaus auch elegant genossen? Dieses formelle und informelle Wissen wird uns künftig weiterhelfen, Treffen mit einer kulinarischen Zugabe noch erfolgreicher zu organisieren.

Auch wenn nicht bewusst, so haben wir Teilnehmer gelernt, uns als Teil des Teams zu fühlen und uns dort weiter zu engagieren. Es wurde die Neugierde auf eine weitere Kooperation geweckt, in denen beide Länder von den Bräuchen und Sitten sowie der Kultur und Geschichte des anderen lernen. Die neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten können wir gut in den Schulalltag einbringen und somit auch einen weiteren Beitrag zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit leisten.

Jack Grahl

Deutsch-polnische Bildungsreise – Tage 2 bis 4 des kulinarisch-künstlerischen Projektes polnischer und deutscher Schüler

Nach den kulinarischen Genüssen des ersten Tages (wir berichteten) führten die Tage 2 bis 4 der im April durchgeführten deutsch-polnischen Bildungsreise die Teilnehmenden der Jahrgangsstufe 11 nach Prora auf Rügen. Dort wurde in der Jugendherberge auf dem Gelände der ehemaligen nationalsozialistischen „Kraft durch Freude“ – Bewegung (KDF) übernachtet. Teile dieser nie fertiggestellten monumentalen Anlage sind heute Ferienwohnungen, Museen und Läden.

Die nächsten Tage waren geprägt von Erste-Hilfe-Kursen, künstlerischen Workshops und Ausflügen zum Königsstuhl, zum Ozeaneum in Stralsund und zur Ernst Moritz Arndt – Universität Greifswald.

Am Ende der Bildungsreise waren sich die teilnehmenden Schüler einig, dass dieses mehrtägige Projekt sehr zum Abbau sprachlicher und kultureller Barrieren beigetragen und damit einen nicht unbedeutenden Beitrag zur deutsch-polnischen Integration geleistet hat.

Bilder und Video:

Beata Piekarz (Gryfino) und Katarzyna Kubacha

Berufsorientierung im Sport und Übungsleiterausbildung für den Breitensport

Im Rahmen der praxisnahen Berufsorientierung im Sport führen Frau Ebing und Herr Lesener auch in diesem Jahr wieder einen Lehrgang durch.

Die Teilnehmenden erwerben soziale und personale Kompetenzen in den Berufsfeldern des Sports und erhalten eine Übungsleiterausbildung im Breitensport.

Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung in Schwedt gibt es einen Aufenthalt in der Sportschule Lindow. Dort werden die Ausbildungsinhalte vertieft und eine Übungsleiterlizenz erworben.

Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg.

Deutsch-polnische Kulinarien und Barista Workshops – Tag 1 des kulinarisch-künstlerischen Projektes polnischer und deutscher Schüler

Im Rahmen der jahrelangen, erfolgreichen Kooperation des polnischen Realschulkomplexes in Gryfino und der Gesamtschule Talsand wird in dieser Woche ein weiteres Projekt zur Stärkung und Weiterentwicklung der sozialen und kulturellen Zusammenarbeit an der Grenze durchgeführt.

Die gemeinsamen Aktivitäten zielen auf die Integration junger Menschen aus Polen und Deutschland im Rahmen der europäischen Idee, durch das Kennenlernen der jeweils anderen kulturellen Bräuche, Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber Menschen anderer Länder zu entwickeln, eventuelle Vorurteile abzubauen und sich auch fremdsprachlich weiterzubilden.

Tag 1 des viertägigen Projektes beinhaltet das Zubereiten, Anrichten und Servieren moderner Desserts und Kuchen sowie Workshops zu Fertigungsprozessen, Techniken und Methoden der Kaffeezubereitung, das Kennenlernen von Kaffeesorten, deren Qualität und Brüh- und Serviermethoden.

R. Johs

Tschernobyl 1986 – Atomare Bedrohung, aktueller denn je

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 war eine der schwersten nuklearen Unfälle in der Geschichte. Durch eine Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine am 26.04. wurden große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt, die eine weitreichende gesundheitliche und ökologische Katastrophe in Europa verursachten. In der Ukraine und Belarus mussten ganze Städte aufgegeben und hunderttausende Menschen evakuiert werden. Bis heute wirkt die nukleare Katastrophe europaweit in vermehrter Anzahl von Missbildungen und Krebserkrankungen nach.

Um über die Gefahren, das Für und Wider von atomarer Energie, auch nach der durch einen Tsunami 2011 ausgelösten Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, und die Arbeit des Unabhängigen Instituts für Strahlensicherheit BELRAD in Minsk zu informieren, lud Christa Dannehl, ehemalige Schulleiterin des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwedt, vom „Solidaritätsdienst international e. V.“ (SODI) zu einer Gesprächsrunde mit hochrangigen Wissenschaftlern aus Belarus und Schülern unserer Schule ein.

Die Delegation bestand aus Dr. Aleksej Nesterenko, Leiter des Unabhängigen Institutes für Strahlensicherheit BELRAD (siehe Link), Ivan Krasnopyorov, stellv. Leiter, Messingenieur Mikhail Khromau, technischer Leiter und Sergeij Galuso, Dolmetscher. https://deref-gmx.net/mail/client/dr6g402FRBo/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.mensch-und-atom.org%2Findex.php%2Fde%2Fmeinungen%2Ftschernobyl%2F190-alexey-nesterenko-oekologe

Das Institut für Strahlensicherheit BELRAD in Minsk, Belarus, wurde gegründet, um die Auswirkungen der Tschernobyl-Katastrophe zu untersuchen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. BELRAD setzt sich für die Überwachung von Strahlenbelastungen, die Gesundheitsvorsorge und die Aufklärung der Öffentlichkeit ein, um langfristige Folgen der Strahlenexposition zu minimieren.

R. Johs

Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff, Punkt!

Hochklassig besetzt und heiß umkämpft war abermals unsere diesjährige Schulmeisterschaft im Volleyball der Sekundarstufe II.

Bei den Damen und Herren rangen jeweils 6 Teams um die begehrten Volleyball-Kronen, wobei diesmal aufgrund zwei offener Startplätze jeweils ein Team der JST 10 das Teilnehmerfeld komplettierte, nämlich die Spielerinnen der „Ninja Turtles“ und die Spieler von „Leyba Squad“.

In je zwei Dreiergruppen wurden in einer Vorrunde zunächst die Halbfinalpaarungen ermittelt. Hier setzten sich bei den Damen die 12er „Broskis“ gegen die 10er „Ninja Turtles“ nach 1:1 Sätzen mit 29:28 Unterpunkten nur hauchdünn durch und qualifizierten sich somit für das Finale gegen die 12er „Pritch-Princess“, die im zweiten Halbfinale mit 2:0 gegen das „Rotationschaos“ aus der JST 13 triumphierte. Im nun reinen 12er Finale dominierten schließlich die „Broskis“ in 2:0 Sätzen und kürten sich damit zu neuen Schulmeisterinnen.

Das sog. „Kleine Finale“ um die Plätze 3 und 4 entschied das 13er „Rotationschaos“ gegen die 10er „Ninja Turtles“ bei 1:1 Satzausgleich mit 36:35 Unterpunkten erst nach großem Kampf denkbar knapp für sich und holte Bronze. Im Match um Platz 5 verwiesen die „Volleybärchen“ aus der JST 11 „Block n‘ Roll“ aus der 13 deutlich mit 2:0 auf den 6. Rang.

Bei den Herren qualifizierten sich die beiden Ersten ihrer Gruppen im Überkreuzvergleich mit den Gruppenzweiten jeweils nur überaus knapp für das Endspiel: Die 13er „Yamanranch“ in einem hochklassigen Halbfinale gegen die 10er „Leyba Squad“, wobei das technisch hohe Niveau nach abgelaufener Spielzeit nur einen Satz zuließ, der mit 28:26 an die „Yamanranch“ ging. Im zweiten Halbfinale unterlagen die Vorjahreszweiten „Team Ben“ aus der JST 12 nach 1:1 Satzausgleich mit nur 32:33 Unterpunkten den Vorjahresfünften „Baller die Waldfee“ aus der 12.

Die 10er „Leyba Squad“ sicherten sich als die Entdeckung des Turniers nach 1:1 Sätzen mit 37:34 Unterpunkten gegen das „Team Ben“ die Bronzemedaille. Gold und somit den Schulmeistertitel holte sich im Finale in 2:0 Sätzen die favorisierte „Yamanranch“ und verwies damit „Baller die Waldfee“ auf den Vize-Rang.

Allen Aktiven, Verantwortlichen, Schiedsrichtern, Helfern, der Presseabteilung um Ulrike Witt sowie den Hallenwarten der „Neuen Zeit“ sei hiermit für ihren Einsatz für das Gelingen unseres traditionellen Turniers gedankt.

Dem Catering-Team der JST 13, das sich um das leibliche Wohl aller sorgte, gilt ein besonderes Lob für die abwechslungsreiche Versorgung von Gaumen und Mägen.

R. Johs

(Bilder mit freundlicher Genehmigung von Ulrike Witt)

Bildungsreisende 12er 2.0

Eine Fortsetzung der Bildungsreise wurde für drei Geschichtskurse 12 durch die Strausberger Jugendoffiziere Makagong und Hapke ermöglicht und führte zum Futurium und zur Gedenkstätte Berliner Mauer nach Berlin.

Das Futurium ist ein einzigartiges Museum in Berlin, das sich der Zukunft widmet. Es wurde im Jahr 2019 eröffnet und bietet Besuchern die Möglichkeit, sich mit den Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre auseinanderzusetzen. Das Futurium präsentiert interaktive Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Technologie, Gesellschaft und Kultur beschäftigen. Hier können Besucher innovative Ideen und Konzepte entdecken, die unsere Zukunft prägen könnten.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer hingegen erinnert an die Teilung Berlins während des Kalten Krieges. Sie erstreckt sich entlang des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer und bietet einen Einblick in die Geschichte und die Auswirkungen dieser Zeit. Besucher können hier Überreste der Mauer sehen, informative Ausstellungen besuchen und an Führungen teilnehmen, um mehr über die Geschichte und die Schicksale der Menschen zu erfahren, die von der Mauer getrennt waren. Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist ein Ort des Gedenkens und der Reflexion, der dazu einlädt, über die Bedeutung von Freiheit und Einheit nachzudenken.

R. Johs (Bilder: privat)

Bildungsreisende 12er 1.0

Die erste Station dreier Bildungsexkursionen führte mehrere Tutorien 12 zur Edvard-Munch-Ausstellung in das Barberini in Potsdam, ein renommiertes Kunstmuseum, das im Jahr 2017 eröffnet wurde. Es befindet sich im historischen Stadtkern von Potsdam und ist nach dem berühmten Palazzo Barberini in Rom benannt. Das Museum beherbergt unter dem Initiator Hasso Plattner, einem deutschen Unternehmer, Investor, Kunstsammler und Mäzen, eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken aus verschiedenen Epochen, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafiken. Besucher können hier Meisterwerke von namhaften Künstlern wie Monet, Renoir, Picasso, Signac und vielen anderen bewundern. Das moderne und architektonisch ansprechende Gebäude des Museums lädt Besucher dazu ein, in eine Welt der Kunst einzutauchen und sich von den Werken inspirieren zu lassen.

R. Johs (Bilder: privat)

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