Bericht über die Filmvorführung „Le projet“ am 10. Februar 2026 im City Kino Wedding, Berlin

Einladung und Organisation

Wir möchten uns herzlich bei der CIVS (Commission pour l’indemnisation des victimes de spoliations antisémites) der Französischen Botschaft für die erneute Einladung zu einer bedeutenden Veranstaltung bedanken. Als Schule aus Brandenburg sind wir sehr dankbar für die kontinuierliche Möglichkeit, an solch wertvollen Bildungsangeboten teilnehmen zu können, die unseren Schülerinnen und Schülern einzigartige Begegnungen mit der Geschichte im Rahmen der AG Schule mit Courage sowie der DELF-AG ermöglichen.

Am 10. Februar 2026 um 18:00 Uhr waren wir eingeladen, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern die Vorführung desDokumentarfilms „Le projet“ von Regisseurin Margaux Chouraqui im City Kino Wedding in Berlin (Müllerstraße 74, 13349 Berlin) zu besuchen. Die Veranstaltung war für Schulen kostenlos, und der französischsprachige Film wurde mit deutschen Untertiteln gezeigt, was ihn für unsere Schülerschaft gut zugänglich machte.

Der Film „Le projet“

Die Protagonisten:

„Le projet“ ist ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der sich als Bildungsinstrument zur Vermittlung europäischer Geschichte an junge Menschen versteht. Der Film erzählt eine bemerkenswerte menschliche Erfahrung und schafft einen Dialog zwischen den Erinnerungen an die Shoah und den Algerienkrieg, die mit der Vielfalt der Einwanderungsgeschichten der Schülerinnen und Schüler des Collège Flaubert in Resonanz treten.

Im Zentrum des Films steht Izio Rosenman, ein polnisch-jüdisches Kind, das das Konzentrationslager Buchenwald überlebt hat und seit 1953 im Viertel des Collège Flaubert lebt. Nach seiner Begegnung mit Kamel Chabane – einem Bewohner desselben Viertels, der Historiker wurde, um das tragische Verschwinden seines Vaters zu verstehen, der im Algerienkrieg als Soldat eingezogen worden war – entschied sich Izio Rosenman zu einem außergewöhnlichen Schritt: Er würde zum ersten Mal in seinem Leben vor Schülerinnen und Schülern als Zeitzeuge auftreten.

Das Projekt:

Izio Rosenman beteiligte sich am Projekt einer neunten Klasse des Collège Flaubert. Gemeinsam mit den Jugendlichen reiste er nach Buchenwald, wo er seine Lebensgeschichte erzählte – von seiner Kindheit im Ghetto bis zu seinen Erfahrungen im Konzentrationslager. Die Besonderheit: Die Schülerinnen und Schüler, die ihn filmten, waren etwa so alt wie Izio Rosenman während des Zweiten Weltkriegs. Diese Perspektive schafft eine einzigartige emotionale Verbindung und macht die Geschichte für junge Menschen unmittelbar nachvollziehbar.

Wirkung des Films:

Der Film dokumentiert eindrucksvoll, wie dieses Projekt alle Beteiligten verändert hat. Er zeigt die transformative Kraft der Begegnung mit Zeitzeugen und die Bedeutung der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte. Die Schülerinnen und Schüler des Collège Flaubert – mit ihren vielfältigen familiären Migrationsgeschichten – finden in Izio Rosenmans Erzählung Anknüpfungspunkte zu ihren eigenen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Neuanfang.

Die Podiumsdiskussion

Im Anschluss an die Filmvorführung fand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bot, direkt mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen:

Izio Rosenman – Überlebender von Buchenwald und Protagonist des Films:

Seine Anwesenheit war ein besonderes Geschenk. Die Schülerinnen und Schüler konnten einem Menschen begegnen, der als Kind die Schrecken des Holocaust überlebt hat und nun, im hohen Alter, seine Geschichte mit jungen Menschen teilt. Seine Bereitschaft, nach Jahrzehnten des Schweigens zu sprechen, zeugt von großem Mut und dem Willen zur Weitergabe der Erinnerung.

Margaux Chouraqui – Regisseurin des Films:

Die Filmemacherin gab Einblicke in die Entstehung des Projekts und die filmische Umsetzung. Sie erklärte ihre künstlerischen Entscheidungen und die Herausforderungen, ein so sensibles Thema mit Jugendlichen zu bearbeiten. Ihre pädagogische Herangehensweise machte deutlich, wie Film als Medium der Geschichtsvermittlung funktionieren kann.

Kamel Chabane – Historiker und Initiator des Projekts:

Als Historiker und selbst Kind eines Opfers des Algerienkriegs verkörpert Kamel Chabane die Verbindung verschiedener Erinnerungskulturen. Seine persönliche Geschichte und sein wissenschaftlicher Zugang zeigten, wie individuelle Betroffenheit zu historischer Forschung und pädagogischem Engagement führen kann. Die Vorgehensweise von Claude Lanzmann inspirierte ihn hierbei sehr. Die Frau von Claude Lanzamnn war bei der Vorführung auch zugegen.

Dr. Ulrich Baumann – Kurator der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas:

Als Experte für Holocaust-Erinnerung und Gedenkstättenarbeit konnte Dr. Baumann die historischen Ereignisse einordnen und die Bedeutung von Erinnerungsorten wie dem Holocaust-Mahnmal in Berlin erläutern. Seine Perspektive verdeutlichte die Notwendigkeit institutionalisierter Erinnerungsarbeit.

Bedeutung für unsere Schule

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war für unsere Schülerinnen und Schüler aus mehreren Gründen von großer Bedeutung:

Authentische Begegnung mit Geschichte:

Die Möglichkeit, Izio Rosenman persönlich zu begegnen, ist angesichts der immer kleiner werdenden Zahl von Zeitzeugen ein unschätzbares Privileg. Solche Begegnungen hinterlassen nachhaltigere Eindrücke als jeder Geschichtsunterricht im Klassenzimmer.

Multiperspektivität:

Der Film und die Diskussion zeigten verschiedene Perspektiven auf Geschichte: die des Überlebenden, die der nachfolgenden Generation, die der Wissenschaft und die der künstlerischen Vermittlung. Diese Vielfalt fördert differenziertes historisches Denken. Fragen nach der Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der BRD, der DDR, Polens und weiterer Länder wurden eenso erörtert, wie Fragen nach dem Gegenteil von Liebe.

Aktualität und Lebensweltbezug:

Die Verbindung zwischen der Geschichte der Shoah und den vielfältigen Migrationsgeschichten heutiger Schülerinnen und Schüler macht deutlich, dass Geschichte nicht abstrakt ist, sondern konkrete Menschen und ihre Familien betrifft.

Methodische Anregungen:

Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler selbst zu Produzenten von Geschichtsvermittlung werden können. Das Projekt des Collège Flaubert kann als Inspiration für eigene schulische Projekte dienen.

Französischsprachige Bildung:

Für unsere Französischlernenden war der Film (mit deutschen Untertiteln) eine wertvolle Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse in einem authentischen Kontext anzuwenden und gleichzeitig Einblicke in die französische Erinnerungskultur zu gewinnen.

Dank an die Französische Botschaft, die CIVS und das Institut français:

Wir möchten uns ausdrücklich bei Herrn Julien Acquatella CIVS und Frau Gabrielle Lefèvre vom Institut français und der Französischen Botschaft für diese erneute Einladung bedanken. Die kontinuierliche Zusammenarbeit ermöglicht es unserer Schule, regelmäßig an hochwertigen Bildungsveranstaltungen teilzunehmen, die weit über das hinausgehen, was im regulären Unterricht möglich ist.

Besonderer Dank gilt:

Der CIVS für die Organisation und die kostenlose Bereitstellung der Veranstaltung für Schulen.

Der Französischen Botschaft für ihr Engagement in der deutsch-französischen Bildungsarbeit und Erinnerungskultur.

Dem Institut français für die Koordination.

Den Podiumsteilnehmern, insbesondere Izio Rosenman, für ihre Bereitschaft, mit jungen Menschen in Dialog zu treten.

Frau Dana Chanussot vom City Kino Wedding für den kostenlosen Eintritt.

Diese Veranstaltungen sind für eine Schule aus Brandenburg, die nicht in unmittelbarer Nähe zu Berlin liegt, besonders wertvoll. Sie ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern Zugang zu Bildungsangeboten, die sonst schwer erreichbar wären.

Nachbereitung und Ausblick

Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir im Unterricht ausführlich über den Film und die Diskussion gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Eindrücke reflektiert und diskutiert, welche Bedeutung Zeitzeugenarbeit und Erinnerungskultur für sie persönlich haben. Wir werden den Film „Le projet“ sicherlich noch viele Jahre in unserem Unterricht verwenden, da er nun auch öffentlich eingestellt wurde.

Fazit

Die Filmvorführung von „Le projet“ und die anschließende Podiumsdiskussion waren eine außerordentlich wertvolle Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Geschichtsvermittlung gelingen kann, wenn sie auf persönlichen Begegnungen, Empathie und aktivem Engagement basiert.

Die Veranstaltung hat unseren Schülerinnen und Schülern vor Augen geführt, dass:

Geschichte nicht abstrakt ist, sondern konkrete Menschen betrifft

Zeitzeugen unersetzliche Vermittler von Erinnerung sind

Junge Menschen aktiv an Erinnerungsarbeit teilhaben können

Verschiedene Erinnerungskulturen (Shoah, Kolonialismus, Migration) miteinander verbunden sind

Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus notwendig und möglich ist

Wir freuen uns sehr auf weitere Einladungen der CIVS und der Französischen Botschaft und hoffen, dass diese wertvolle Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann. Als Schule aus Brandenburg sind wir besonders dankbar für diese Möglichkeiten, die unseren Schülerinnen und Schülern Horizonte eröffnen, die über den regulären Unterricht weit hinausgehen.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig außerschulische Lernorte und Kooperationen mit Institutionen wie der Französischen Botschaft für eine umfassende Bildung sind. Sie ergänzen den Unterricht nicht nur, sondern sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer Bildung, die junge Menschen zu mündigen, empathischen und engagierten Bürgern erzieht.

Herzlichen Dank für diese wertvolle Erfahrung und die kontinuierliche Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit!

DELF-AG: Deutsch-französische Medienresidenz in Berlin 2025

Foto: Sebastian Gabsch Fotografie
Foto: Sebastian Gabsch Fotografie
Foto: Sebastian Gabsch Fotografie
Berliner Bettdecke: Leonie, Helena, Rocco und Lucas.
Screentime von Berliner Bettdecke: Lucas, Rocco, Helena, Leonie und Lucia
Social life
Say so von Social life: Anni, Ines, Louis, Maxime und Sacha
Berlin City
Fake Friends von Berlin City: Samira, Nora, Anouck, Juliette und Paul
New in Town von The Aletto Film: Lucie, Lucie, Freyja, Wiktoria und Mia

Deutsch-französische Medienresidenz in Berlin 2025

Vom 18. bis 22. November 2025 fand zum achten Mal die Medienresidenz „Ciné-médias“ in Berlin statt. Es trafen sich dort 10 Schülerinnen der Gesamtschule Talsand im Rahmen der DELF-AG, geleitet von Frau Doris Diller, mit 10 Schülern und Schülerinnen einer Schule aus der Nähe von Bordeaux in Frankreich begleitet von Vera Sohn. Diese Veranstaltung wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Büro für Film und Medien des Institut français Deutschland im Rahmen der 25. Französischen Filmwoche organisiert. Ziel des Workshops war es, den Teilnehmern Schlüsselkompetenzen zur Medienbildung zu vermitteln und ihnen durch Vorträge und Workshops von Fachleuten einen Einblick in die Medienwelt zu geben. Die Workshops wurden simultan ins Französische oder Deutsche übersetzt.

Foto: Sebastian Gabsch Fotografie

Tutoren und Fachleute

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit erfahrenen Fachleuten zu arbeiten und zu lernen:

Sylvain Cruiziat ist ein französisch-deutscher Regisseur und Produzent, der in London, Paris und Hongkong aufgewachsen ist. Er hat an der Hochschule für Fernsehen und Film München studiert und seine Filme, unter anderem „Find Fix Finish“ (2017), „The Raft“ (2019) und „Boyz“ (2023), wurden auf internationalen Festivals ausgezeichnet. Seit 2023 arbeitet er mit Coproduction Office, einer internationalen Produktionsfirma, zusammen.

Luis Schubert wuchs in einem französischen Umfeld in München auf und ist Regisseur in Berlin. Nach seinem Studium der Film- und Medienwissenschaft an der Sorbonne in Paris studiert er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Seine Kurzfilme wurden von renommierten Sendern wie arte und SWR koproduziert und auf internationalen Festivals in Palm Springs und Berlin (Berlinale/Encounters) gezeigt.

Sylvain und Louis begleiteten die Jugendlichen mit Fachwissen, Humor und unendlicher Geduld durch die Tage und verloren ihr Ziel nie aus den Augen. Obwohl sich die Jugendlichen vorher nicht kannten und aus verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Muttersprachen kamen, konnten nach drei Tagen intensivem, fröhlichen Schaffens vier Kurzfilme den Mitarbeitern des Instituts präsentiert werden:

New in Town von der Gruppe „The Aletto Film“: Lucie, Lucie, Freya, Wiktoria und Mia

Fake Friends von der Gruppe „Berlin City“ – Samira, Nora, Paul, Anouck, Juliette

Screentime von der Gruppe „Berliner Bettdecke“ – Helena, Leonie, Rocco, Lucas und Lucia

Say so von der Gruppe „Social Life“ – Ines, Anni, Louis, Maxime und Sacha

Auf dem Weg zum Insitut français.

Ablauf der Medienresidenz

Ankunft – Dienstag, 18. November

Die Teilnehmer aus Frankreich kamen am Berliner Flughafen BER an und checkten im Hotel Aletto ein. Nach einem gemeinsamen Abendessen im italienischen Restaurant „Vapiano“ war das Eis gebrochen, im Hotel spielte man noch eine Runde Werwolf/Loupsgarou und es fand der erste Tag der Medienresidenz statt.


Tag 1 – Mittwoch, 19. November

Begrüßung und Einführung durch das Institut français durch Anne Vassière und das Deutsch-Französische Jugendwerk/OFAJ.

Eisbrecher-Spiele zur Förderung des Kennenlernens.

Masterclass zum Thema „Escapismus im Film“ mit der Regisseurin Zora Rux.

An Hand des Kurzfims „What happens in your brain if you see a german word like

Weltschmerzverdrängungskonsumkritikausschüttungsmechanismuszeugentumschlagargumentgedankengebäude-verbot?“. besprachen wir die verschiedenen Effekte im Film.

Anschließend wurden die Drehbücher für die Kurzfilme geschrieben geschrieben.

Das Abendessen genossen die Teilnehmer in der Repke Spätzlerei.

Abends im Aletto.

Tag 2 – Donnerstag, 20. November

Masterclass zur Bildgestaltung mit Christoph Hochhäusler, deutscher Regisseur und Autor der Berliner Filmhochschule.

Es schwirrte nur so von Fachbegriffen: Einstellungen, POV-Sandwich (Betrachter + Point of View + Betrachter) Kamerabewegungen, Bildformate … alles an Hand von Filmbeispielen anschaulich gezeigt.

Es folgten die Proben und Dreharbeiten der Kurzfilme.

Einst ausschließlich in Berlin verortet, findet die Französische Filmwoche zwischenzeitlich in 27 Städten statt. Am Abend fand die Eröffnung im Delphi Filmpalast statt, wo der Film „L’Etranger“ (eine Adaptation des Buches von Albert Camus Der Fremde) von François Ozon gezeigt wurde. François Delattre (Botschafter der Republik Frankreich in Deutschland) eröffnete in Anwesenheit des Regisseurs François Ozon die Französische Filmwoche. François Ozon Ozon beantwortete dem Publikum ausführlich Fragen zum Film. Der Film L’Étranger startet am 01.01.2026 in den deutschen Kinos.

Tag 3 – Freitag, 21. November

Montage der Kurzfilme

Besuch des Green-Screen-Studios im Institut françaisSur Mesure“. Hier führte uns Pierre-Jérôme Adjedj in die Technik ein und die Kinder konnten zuschauen, wie ihre Gesichter in andere Hintergründe eingefügt oder die ganze Person in ein Schachspiel gestellt wurde. Alle technischen Möglichkeiten wurden genau erklärt.

15:30 Uhr Präsentation der Kurzfilme vor Publikum und anschließende Diskussion.

Im Cinéma de Paris wohnten wir dem Film von CinéfêteLe Panache“ bei und waren anschließend zu einem Empfang im Boris Vian Saal des Institut français eingeladen.

Foto: Sebastian Gabsch Fotografie
Foto: Sebastian Gabsch Fotografie

Um 19:00 Uhr trafen wir uns im Restaurant „Zen“ zum Essen.

La femme la plus riche au monde von Thierry Klifa mit Isabelle Huppert.

Anschließend wohnten wir um 20:30 Uhr der deutschen Vorpremiere des Films „Die reichste Frau der Welt“ mit der französischen Schauspielerin Isabelle Huppertin der Hauptrolle im Cinéma Paris in Anwesenheit des Regisseurs Thierry Klifa bei.

Doris Diller, Thierry Klifa, Ines Penke

Tag 4 – Samstag, 22. November

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Hotel Aletto verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander.

Ergebnisse der Medienresidenz

Diese kreative Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Teilnehmern aus Deutschland und Frankreich haben nicht nur das Verständnis für die Medienwelt vertieft, sondern auch wertvolle interkulturelle Erfahrungen ermöglicht. Die Medienresidenz war ein voller Erfolg und wird sicherlich lange in Erinnerung bleiben und die deutsch-französischen Freundschaft festigen.

Unser besonderer Dank gilt den Leitern des Workshops Luis Schubert und Sylvain Cruiziat, Zora Rux, Christoph Hochhäusler und Pierre-Jérôme Adjedj, sowie Anne Vassevière, Alicia Theokritoff und Louise Coschieri-Sommer vom Institut français in Berlin.

Weitere Impressionen unser Zeit in Berlin:

In der Médiathèque konnte man sich umschauen….
Vor der Französischen Botschaft.
Besuch im französischen Buchladen Zadig – Librairie française Zadig in Berlin.
Besuch der Sophienkirche, in der Martin Luther King gepredigt hat.
Nun heißt es Abschied nehmen… ein paar Tränen fließen….
Bon voyage! Et: Wir hoffen auf ein Wiedersehen!

Übergabe der DELF Diplome

Die Schulfamilie gratuliert den Schülern und den Schülerinnen, die heute ihre DELF Diplome erhalten haben:

Ines Penke A1, Deaon Neumann A1, Jimmy Kranzusch A1, Meike Kirscht A1 und A2 und Joyce Mafor B2!

In diesem Schhuljahr gibt es die Möglichkeit sich in der DELF-AG auf die nächsten Prüfungen am 21. März in Prenzlau und 12. Juni in Berlin vorzubereiten. Die Anmeldungen sind eröffnet! Nur Mut!

Foto: Jaden Jahnke und Kito Mentag

Das Leben ist eine Lektion der Resilienz – Zeitzeugenbericht von Lily Leignel (geb. Keller-Rosenberg), Überlebende der Vernichtungslager Ravensbrück und Bergen-Belsen

Zeitzeugenbericht an der Gesamtschule Talsand

Das Leben ist eine Lektion der Resilienz – Zeitzeugenbericht von Lily Leignel (geb. Keller-Rosenberg), Überlebende der Vernichtungslager Ravensbrück und Bergen-Belsen

Am 5. November 2025 bot sich rund 120 Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Talsand die besondere Gelegenheit, den ergreifenden Bericht von Frau Lili Leignel (geb. Keller-Rosenberg), einer Überlebenden der Vernichtungslager Ravensbrück und Bergen-Belsen, zu folgen. Seit vielen Jahren setzte sich Frau Leignel aktiv dafür ein, ihre Erfahrungen weiterzugeben und junge Generationen über die Gefahren von Antisemitismus und Intoleranz aufzuklären.


Am 15. September 1932 in Croix (Nordfrankreich) in eine jüdische Familie ungarischer Abstammung geboren, wurde Lili Keller-Rosenberg im Alter von nur 11 Jahren, am 27. Oktober 1943, zusammen mit ihrer Familie verhaftet und in das Sammellager Mechelen in Belgien transportiert. Während ihr Vater nach Buchenwald deportiert wurde, erlebte sie mit ihrer Mutter und ihren Brüdern die Deportation nach Ravensbrück und später nach Bergen-Belsen, wo sie am 15. April 1945 befreit wurde.


Nach der Begrüßung und Einführung durch Herrn Rektor Carl Cnyrim, folgten eindringliche Grußworte von Frau Karina Dörk, Landrätin der Uckermark, Herrn Silvio Moritz, 1. Beigeordneter der Stadt Schwedt/Oder, Herrn Marek Wöller-Beetz, 1. Beigeordneter und gewählter neuer Bürgermeister der Stadt Prenzlau Und von Herrn Julien Acquatella, Leiter von CIVS. Neben den genannten waren weitere geladene Gäste Frau Coralie Vom Hofe von der Französischen Botschaft, Herr Schulrat Joachim Link und Herr Dr. Stephan Diller, Leiter des Dominikanerklosters Prenzlau.


Nach den Grußworten teile Frau Leignel eindrucksvoll und ergreifend mit dem Auditorium, ihre Erinnerungen, ihre persönlichen Erfahrungen und Schrecken mit dem Holocaust, eine alles in allem sehr bewegende Geschichte, in der die Unbeschwertheit der Jugend auf die unaussprechliche Grausamkeit der Menschen trifft, wobei aber auch die unglaubliche Widerstandsfähigkeit der Jugend deutlich wird. Frau Leignel betonte mehrfach die Bedeutung von Resilienz und Menschlichkeit und forderte die Schüler und Schülerinnen auf, ihr zu schreiben und ihre Botschafter zu werden, um das Vergessen zu verhindern, sich aktiv für Demokratie, Vielfalt und gegen Extremismus einzusetzen, um so für alle Menschen – ohne Rücksicht auf Herkunft oder Religion – eine Zukunft in Frieden und ohne Rassismus zu gestalten.

Ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten war die Herzlichkeit und Offenheit, mit der Frau Leignel die zahlreichen interessierten Fragen aus der Schülerschaft beantwortete. Abschließender Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Fotoshooting mit den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Jahrgangsstufen.


Die von Frau Doris Diller, Leiterin der AG Schule mit Courage der Gesamtschule Talsand, in Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft in Berlin und der Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen aufgrund der antisemitischen Gesetzgebung während der Okkupationszeit (CIVIS) organisierte Veranstaltung war ein Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung Widerstand Verfolgung Deportation – Frauen aus Frankreich im KZ Ravensbrück, 1942–1945 der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück im Landesarchivs Berlin und fand an der Kunst- und Musikschule Schwedt/Oder statt. Besonderer Dank geht an Herrn Julien Acquatella, dem Leiter von CIVIS, und an Frau Coralie Vom Hofe von der Französischen Botschaft für ihre Unterstützung bei der Planung der Veranstaltung.
Das Projekt fand in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Uckermark statt und wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Weitere Unterstützer, ohne deren Hilfe die Veranstaltung nicht hätte durchgeführt werden können, waren:

  1. Städtische Museen der Stadt Schwedt/Oder: Frau Anke Grodon, Leiterin der Museen, unterstützte mit ihrem Team bei der Planung der Veranstaltung, beim Aufbau und der Betreuung der Technik und beim Empfang der Gäste. Zudem wurde eine Führung durch das jüdische Museum und den jüdischen Friedhof mit Frau Leignel und den Gästen aus der Französischen Botschaft durchgeführt.
  2. Dominikanerkloster in Prenzlau: Das Dominikanerkloster ist Kooperationspartner der Gesamtschule Talsand. Der Leiter des Dominikanerklosters Prenzlau, Herr Dr. Stephan Diller, koordinierte die Planung, Organisation und Durchführung der Veranstaltung.
  3. Stadt Schwedt: Der 1. Beigeordnete der Stadt unterstützte die Veranstaltung persönlich und mit einem Grußwort.
  4. Kunst- und Musikschule Schwedt: Sie stellte kostenlos Saal, Technik und Bestuhlung zur Verfügung.
  5. Echoo Konferenz Dolmetschen Berlin: Simultanübersetzung der Veranstaltung.
  6. PCS Konferenztechnik Berlin: Bereitstellung der Konferenzempfänger.

Frau Lili Leignel, geb. Keller-Rosenberg, gilt unser ganz besonderer Dank für dieses unvergessliche Erlebnis.

Fotos von Dr. Stephan Diller.

DELF-Diplome

Am Dienstag, den 11. Februar konnten die DELF-Diplome übergeben werden:
A1 haben erfolgreich bestanden: Lena-Marie Wree, Melina Krause, Hanna Lomanowska, Farin Loest und Elia Robitzsch.
A2 hat erfolgreich bestanden: Lilly Knuth und
B1 hat erfolgreich bestanden: Fon Joyce Mafor.

Wir gratuliere den Schülerinnen und Schülern, die heute ihre DELF-Diplome erhalten. Die Talsandschule setzt für die Bildungsqualität auf den Ausbau der Mehrsprachigkeit. Fremdsprachen sind globale Türöffner und Zertifikate helfen den jungen Menschen bei der Bewerbung um internationale Praktikums-, Ausbildungs- oder Studienplätze.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Bildungsbereich hat eine lange Tradition, die durch verschiedene Vereinbarungen und Programme gestärkt wurde. Ein zentrales Element dieser Zusammenarbeit ist das DELF-Diplom (Diplôme d’Études en Langue Française), das Schülern die Möglichkeit bietet, ihre Französischkenntnisse offiziell zu zertifizieren. Seit 2006 wird das DELF scolaire in Brandenburg auf vier Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (A1, A2, B1 und B2) angeboten.

DELF-Prüfung

Am 24.04.2023 war das FranceMobil vom Institut français in Berlin an der Talsandschule und Frau Emma Fromant hat für den Kurs des 9., 8. und 7. Jahrgangs in Französisch eine Animation gehalten. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die stolzen Schüler und Schülerinnen der DELF-Prüfung vom 18.03.2023, die ersten der Talsandschule in Schwedt/Oder, die das DELF Diplom bestanden haben, zu verewigt. Folgende Niveaus wurden abgelegt: 6 mal A1 und einmal A2. Wir hoffen, dass sich das Format in der Schule etabliert. Frau Doris Diller hat es dankenswerterweise an der Schule eingeführt. Durchgeführt wurde die Prüfung im Prüfungszentrum am Paul und Christa-Scherpf-Gymnasium in Prenzlau. Das DELF ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es bescheinigt die sechs Kompetenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Die Zertifikate werden vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung ausgestellt. Dies ist Ausdruck der guten Bildungszusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und Frankreich. Die Französischkenntnisse können mit diesem Zertifikat aussagekräftiger und vergleichbarer als Zeugnisnoten der Schulen der verschiedenen Bundesländer in Deutschland nachgewiesen werden, da die Kompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher Ausdruck und mündlicher Ausdruck einzeln geprüft und auf dem Diplom ausgewiesen werden.

Dieses internationale Fremdsprachenzertifikat ist eine freiwillige Zusatzleistung der Schüler und Schülerinnen. Erfreulich ist auch, dass ein ukrainischer Schüler die Niveaustufe A2 bravourös abgelegt hat, der erst in diesem Schuljahr in den Kurs aufgenommen worden ist.